Aktienoptionen Meldung

Erhalten Mitarbeiter günstig Firmenaktien, müssen sie die Differenz zum Kurswert wie ­Arbeitslohn versteuern.

Auch in schlechten Börsenzeiten belohnen Firmen leitende Angestellte mit der Option, Aktien am eigenen oder konzerneigenen Unternehmen zu einem festen Basispreis, der günstiger als der Kurswert ist, zu erwerben. Die Finanzverwaltung entschied jetzt: Für die Berechnung des zu versteuernden Preisvorteils ist der Tag der Ausbuchung der Aktien aus dem Depot des Arbeitgebers in das des Arbeitnehmers entscheidend (Schreiben des Bundesfinanzministeriums IV C 5 - S 2332 - 11/03).

Die Differenz zwischen Basispreis und Kurswert muss als geldwerter Vorteil wie Arbeitslohn versteuert werden. Nur 154 Euro im Jahr sind steuerfrei.

Bisher war fraglich, welcher Kurswert für die Ermittlung des geldwerten Vorteils zählt: der Kurswert zum Zeitpunkt, an dem der Mitarbeiter die Option ausübt und die Aktien verbilligt kauft, oder der Wert zum Zeitpunkt der Übertragung in sein Depot. In Zeiten starker Kursschwankungen kann der Unterschied erheblich sein.

Tipp: Haben Sie die Option bis 31. Dezember 2001 ausgeübt, sollten Sie vergleichen, was günstiger ist: Denn bis zu diesem Stichtag ist es auch möglich, den Kurswert der Aktien am Tag, an dem Sie die Option ausgeübt und die Aktien gekauft haben, anzusetzen.

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