Immer mehr Unternehmen wandeln ihre Vorzugsaktien in Stammaktien um wie zum Beispiel RWE, Metro oder MLP. Denn viele ausländische Anleger und Fondsgesellschaften investieren nur in Stammaktien, und bei der Berechnung der Börsenindizes werden die Vorzugsaktien nicht berücksichtigt. Zwar erhalten die Besitzer von Vorzugsaktien meistens eine höhere Dividende als die Stammaktionäre, aber dafür müssen sie auf ihr Stimmrecht bei der Hauptversammlung verzichten.

Einer Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien müssen die Vorzugsaktionäre mit Dreiviertelmehrheit zustimmen. Bei der Umwandlung wird in der Regel das Verhältnis 1:1 zugrunde gelegt. Bei stärkeren Kursdifferenzen werden die Aktionäre zur Kasse gebeten und müssen dann die Differenz zwischen Vorzügen und Stämmen bezahlen.

So geschehen beispielsweise bei der Metro, bei der Aktionäre 11,60 Euro pro Aktie bei der Umwandlung ihrer Vorzüge in Stämme bezahlen mussten. Schon bei der Ankündigung der Umwandlung nähern sich die Kurse von Stämmen und Vorzügen aber meistens an.

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