Für Aktienanleger war das Jahr 2011 eine Enttäuschung. Auch vermeintlich sichere Trends brachen plötzlich zusammen.

Aktienmärkte 2011 Meldung

Eurokrise. Die Eurokrise war die größte Bremse für die Börsen weltweit. Vor allem Finanztitel erlitten hohe Verluste. Der Weltaktienindex MSCI World schlug sich 2011 aus Sicht deutscher Anleger aber noch gut. Er verlor nur etwa 1,8 Prozent. Der schwache Euro verhinderte größere Verluste.

Schwellenländer. Die erfolgsverwöhnten Börsen aufstrebender Schwellenländer brachen noch stärker ein als die etablierten Märkte Westeuropas. So beendeten die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China das Jahr aus Euro-Sicht mit Verlusten zwischen über 15 und rund 35 Prozent. Der etwa 13-prozentige Verlust für den Aktienmarkt des Euroraums wirkt dagegen fast schon moderat.

Nebenwerte. Die Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen hatten im zurückliegenden Wirtschaftsboom zunächst stark profitiert. Im vergangenen Jahr litten sie unter starken Kursschwankungen, mit einigen ging es steil bergab. Dazu passt die schlechte Entwicklung des österreichischen Aktienmarktes, der kaum große Unternehmen enthält und im Jahr 2011 mehr als ein Drittel seines Wertes einbüßte.

US-Konzerne. Die Aktien von US-Großkonzernen wie Coca-Cola, Exxon, IBM oder McDonald`s waren den meisten europäischen oder asiatischen Aktien weit voraus. Der Dow Jones Industrial, in dem sie vertreten sind, gehörte zu den Indizes mit der besten Wertentwicklung. Auch der breite US-Aktienmarkt, gemessen am MSCI USA, schaffte aus Euro-Sicht einen ansehnlichen Jahresgewinn.

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