Aktien­index MDax Meldung

Größtes Mitglied im deutschen Index MDax: der europäische Luft­fahrt­konzern Airbus.

Der deutsche Aktien­index für mittel­große Unternehmen MDax ist ein Favorit risiko­bereiter Anleger. Mit börsen­gehandelten Indexfonds (ETF) auf den MDax konnten sie in den vergangenen fünf Jahren fast 18 Prozent pro Jahr erzielen, mit Dax-ETF „nur“ etwa 12 Prozent. Anders als im Dax gibt es im MDax wie im SDax und TecDax auch einige ausländische Firmen.

Steinhoff Interna­tional zieht den Index nach unten

Der jähe Absturz des MDax-Mitglieds Steinhoff Interna­tional zeigt nun die Schatten­seiten des Indexes. Die Aktie des in Südafrika ansässigen Möbel­konzerns, in Deutsch­land durch die Poco-Kette vertreten, verlor aufgrund eines Bilanz­skandals in wenigen Wochen mehr als 90 Prozent ihres Börsen­wertes. Vorher gehörte Steinhoff lange zu den drei größten Index­positionen.

Nicht alle MDax-Unternehmen sind typisch mittel­stän­disch

Der MDax hat das Image, mittel­stän­dische deutsche Börsen­unternehmen zu repräsentieren. Doch das trifft nur teil­weise zu, etwa bei der Optikerkette Fielmann oder beim Maschinenbauer Krones. Das mit Abstand größte MDax-Mitglied ist der europäische Luft­fahrt­konzern Airbus, der auch im EuroStoxx 50 der führenden EU-Unternehmen vertreten ist. Weitere MDax-Titel wie der Immobilienriese Deutsche Wohnen, der Chemiekonzern Evonik oder der Versorger Uniper (ehemals Teil von Eon) sind ebenfalls keine typischen Vertreter mittel­stän­discher Wirt­schaft.

Wenig Alternativen für ETF-Anleger

Für ETF-Anleger fehlt aber eine Alternative. Sie können allenfalls auf breiter angelegte Indizes ausweichen, die etwa mittel­große Aktien (MidCaps) aus Euro­land zusammenfassen.

Tipp: Unser Vergleich Fonds und ETF zeigt Bewertungen für rund 8 000 aktiv gemanagte Fonds und ETF – von Aktienfonds Welt über Misch­fonds und Rentenfonds Euro bis hin zu Neben­werten wie Aktienfonds Mid Cap Deutsch­land.

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