Anleger, die vor ein paar Jahren bestimmte japanische Aktien in „krummen“ Stückzahlen erworben haben, können diese jetzt nicht mehr verkaufen. Sie finden keine Börse mehr, die ihnen ihre kleinen Stückzahlen abnimmt. Oft ist der Handel jetzt nur noch in 1000er-Einheiten möglich, wie es an der Tokioter Heimatbörse bei vielen Aktien seit jeher der Fall war.

In den Boomjahren an der Börse hatten einige deutsche Handelsplätze auch den Kauf und Verkauf kleiner Einheiten und krummer Stückzahlen angeboten. Das nachlassende Interesse der Anleger machte diese Offerte zum Zuschussgeschäft. So nutzte die Börse München die Umstellung auf ihr elektronisches Handelssystem, um den Handel mit den kleinen Stückzahlen einzustellen. Schlimmstenfalls bleibt Anlegern nun keine Möglichkeit, ihre Aktien über eine deutsche oder ausländische Börse zu verkaufen.

Tipp: Anleger, die auf Auslandsaktien in nicht handelbarer Stückelung sitzen, sollten sich direkt an die Börse wenden, über die sie die Aktien gekauft haben. In der Regel wird sich eine Lösung finden lassen, die Papiere außerbörslich zu verkaufen. Unabhängig von diesem Problem sind exotische Auslandsaktien sehr riskant. Neben hohen Kursschwankungen kann es immer Probleme beim Verkauf geben. Bei sehr geringen Umsätzen lassen sich die Aktien oft nur zu einem sehr schlechten Preis losschlagen.

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