Aktienfonds kombinieren Test

Mehr Rendite, weniger Risiko. Das ist der Traum aller Anleger. Meist bleibt er unerreichbar. Und doch: Es funktioniert - das haben die Experten von Finanztest jetzt genau analysiert. Anleger müssen dazu nur mehrere Fonds mischen. Denn meist schneidet eine Kombination mehrerer Fonds besser ab als einer allein. Grund: Ist ein Fonds mal schwach, kann der andere stabilisieren und umgekehrt. Allerdings: Die Auswahl muss System haben. Finanztest hat für 169 Aktienfonds Welt und 163 Aktienfonds Europa getestet, wie erfolgreich sie im Paket mit einem oder zwei Fonds ihrer Gruppe in der Vergangenheit abgeschnitten haben. So finden Anleger eine gute Mischung fürs Depot.

Die aktuelle Wertentwicklung und Finanztest-Bewertungszahl finden Sie in der Investmentfonds-Datenbank.

Drei besser als zwei

Von den untersuchten Fonds schnitten knapp 60 Prozent in der Mischung besser ab als allein. Das bedeutet, dass Anleger selbst dann ein besseres Ergebnis fürs Depot erzielen, wenn sie nur blind einen Fonds derselben Gruppe hinzukaufen. Zudem müssen Anleger sich nicht auf eine Mischung aus zwei Fonds beschränken. Die Berechnungen von Finanztest zeigten, dass Dreiermischungen im Schnitt besser liefen als eine Depotkombination aus zwei Fonds.

Nicht alles passt

Doch Anleger sollten ihre Fonds nicht völlig wahllos kombinieren. So reicht es beispielsweise nicht, einfach nur die ersten Fonds einer Fondshitliste zu kaufen. Denn diese ergänzen sich im Depot meist nicht, da sie zu ähnlich sind. Das gilt für alle Fonds, die in denselben Ländern oder Wirtschaftszweigen anlegen oder generell ein ähnliches Konzept verfolgen. Besser ist eine Kombination aus Fonds mit unterschiedlichen Anlagezielen und -konzepten. Dann streuen Anleger ihr Geld breiter.

Mix mit Sparplänen

Möglich ist auch die Kombination von zwei Sparplänen. Anleger sollten aber darauf achten, dass durch den neuen Sparplan keine zusätzlichen Kosten entstehen. So sollte etwa der Ausgabeaufschlag für den zweiten Sparplan nicht höher sein als bei Sparplan Nummer eins. Eine weitere Kostenfalle sind Depotgebühren, die bei einer Kombination aus mehreren Sparplänen erneut anfallen können.

Interessante Nebenwertefonds

Anleger müssen sich bei der Fondsauswahl nicht nur auf Fonds beschränken, die in große und etablierte Unternehmen investieren. Wer sich am Aktienmarkt auskennt und ein wenig Mut zum Risiko hat, kann auch auf so genannte Nebenwertefonds setzen. Diese legen überwiegend in kleineren Firmen an, von denen sich die Fondsmanager starkes Wachstum versprechen. In diesen Fonds steckt oft ein enormes Wachstumspotenzial. Allerdings bergen sie auch ein größeres Risiko als etablierte Fonds. Sie eignen sich daher nur als Beimischung im Depot: Mehr als zehn Prozent sollten es nicht sein.

Fonds überprüfen

Trotz allem bleibt es Anlegern nicht erspart, sich die Fonds genauer anzusehen, die ins Depot sollen. Informationen bieten Fondsprospekte und auch Halbjahres- und Rechenschaftsberichte der Fondsgesellschaften - und natürlich der Fondsdauertest der Stiftung Warentest.

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