Aktienfonds Welt und Europa Meldung

Selbst gutgemanagte Aktienfonds litten stark unter dem ­jüngsten Börsenabsturz. Anleger sollten Ruhe bewahren, ihre Fonds aber auf jeden Fall noch einmal gründlich prüfen.

Konzept prüfen

Verluste mit Fonds tun weh, selbst wenn sie nur auf dem Papier existieren. In wenigen Monaten haben breitgestreute Aktienfonds 20 bis 30 Prozent an Wert eingebüßt. Dennoch sollte man Fonds nicht aus Angst vor weiteren Verlusten verkaufen, sondern nur wenn ihr Anlagekonzept nicht mehr überzeugt. Sonst ist Aussitzen die beste Empfehlung.

Ruhe bewahren

Schlimm erwischte es einen Klassiker aus der Europa-Gruppe: Der Fidelity European Aggressive (Isin LU 008 329 133 5) gehörte lange zu unseren Top-Fonds in unserem Dauertest und wurde in der August-Ausgabe von Finanztest für seine hervorragende Langfristentwicklung gelobt. Binnen weniger Monate halbierte sich nun sein Kurs, da er stark auf Rohstoff- und Versorgeraktien fixiert war. Rohstoffkonzerne kamen in den jüngsten Börsenwirren unter die Räder. Der Fidelity-Fonds ist noch empfehlenswert , aber Anleger sollten auf heftige Wertschwankungen gefasst sein.

Entspannt sparen

Für Anleger mit schwachen Nerven sind Aktienfonds Welt mit niedriger Risikoklasse besser. In der Klasse 6 sind nur Fonds, die auf Jahressicht mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Verlust von 20 Prozent nicht überschreiten. Nur eine Handvoll der 407 getesteten Fonds fällt darunter. 2 sind empfehlenswert und kamen halbwegs unversehrt durch die Krise, der Berenberg Global Opp. Concept Portfolio (Isin LU 014 648 593 2) und der Dachfonds Multi Invest OP (Isin LU 010 359 830 5). Letzterer blieb sogar völlig stabil, da er zurzeit keine Aktienfonds hält.

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