Aktienfonds Welt Meldung

Zwei milliardenschwere Aktienfonds Welt, die lange in der Spitzengruppe unseres Fondstests lagen, sind ins Mittelfeld gerutscht, der DWS Vermögensbildungsfonds I und der Templeton Growth Fund. Wir wollten wissen, woran es lag.

DWS Vermögensbildungsfonds I

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Klaus Kaldemorgen, DWS Vermögens-
bildungsfonds I

Die Lage des DWS-Fonds ist undramatisch. Er hat an unserem jüngsten Stichtag, dem 31. Juli 2007, eine Finanztest-Bewertung von 54,4 Punkten. Das ist fast überdurchschnittlich (Bewertungsmethode siehe Fonds im Dauertest). Die Tendenz zeigt nach oben: Für das abgelaufene Jahr beträgt die Punktezahl 64, da ist es bis zur Spitzengruppe nicht mehr weit.

Dass es zweieinhalb Jahre nicht so gut lief, lag daran, dass der 6 Milliarden Euro schwere Fonds aufgrund seiner Größe kaum in kleine und mittlere Firmen investieren kann. Die liefen aber besser. Außerdem hat Klaus Kaldemorgen die Krise zu früh vorhergesehen, wenn man so will. „Ich bin schon seit dem 2. Quartal skeptisch und habe zwischen 15 und 20 Prozent Kasse gehalten“, sagt er. Das ist in Korrekturphasen gut, weil nur Aktien an Wert verlieren, nicht aber Geld.

Templeton Growth Fund

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Murdo Murchison, Templeton Growth Fund

Nur unterdurchschnittlich schneiden die beide Tranchen des Templeton-Fonds in unserem Test ab: Die Dollar-Variante erreicht 43 Punkte, die Euro-Variante nur 40,3. Auch Manager Murdo Murchison hat vor allem große Unternehmen im Portfolio. Er erwartet, dass sie künftig besser laufen werden als die kleinen. Zudem hat er seit einiger Zeit US-Aktien übergewichtet, von denen er sich ebenfalls viel verspricht. Deutsche Anleger haben aber erstmal die Schwäche des Dollar abbekommen.

Das gilt für beide Varianten des Fonds. Entscheidend ist nicht die Währung, in der die Fondsanteile gehandelt werden, sondern in welche Papiere der Fonds investiert. Amerikanische Aktien lauten nun einmal auf Dollar. Von einer Dollarerholung könnten Anleger profitieren.

Tipp: Wer den DWS-Fonds hat, kann ihn getrost behalten. Beim Templeton Growth hilft zurzeit nur der Glaube an ein jahrzehntelang überdurchschnittliches Management, das womöglich nur eine Schwächephase durchläuft und an eine Erholung des Dollar.

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