Referenzfonds: Als Maßstab dient der Beste

Wir vergleichen die Fonds zum einen unter­einander und zum anderen messen wir sie an einem Referenzfonds. Wir nutzen dafür einen Indexfonds (ETF) auf den wichtigsten Markt­index, und zwar den mit der besten Rendite. Wir stellen ihn jedes Jahr neu fest. Für die neue Periode ist das der db x-trackers MSCI World ETF 1C. Er löst den iShares MSCI World ab, der kaum schlechter abschneidet. Wer den iShares Fonds gekauft hat, kann ihn selbst­verständlich behalten.

Der db x-trackers-Fonds ist ein ETF, ein börsen­gehandelter Fonds, der den Index MSCI World über einen Swap abbildet. Swap heißt Tausch. Der Fonds kauft eine Auswahl interna­tionaler Aktien, aber nicht in der Zusammenset­zung des MSCI World. Damit sich der Fonds trotzdem so entwickelt wie der Index, sucht sich das Management einen Tausch­partner. Der erhält die Wert­entwick­lung des Aktienkorbs und zahlt im Gegen­zug die Wert­entwick­lung des Indexes. Tausch­partner für db x-trackers ist die Deutsche Bank. Anders verfährt der iShares MSCI World: Er kauft die Wert­papiere aus dem Index – allerdings nicht alle 1 600, sondern eine repräsentative Auswahl.

Eine Frage des Geschmacks

Das Risiko der Swap-Geschäfte, dass der Tausch­partner pleite­geht, ist über­schaubar: Ein Swap darf nur 10 Prozent vom Fonds­vermögen betragen. Größere Swaps müssen abge­sichert sein, etwa mit Anleihen. Aber nicht nur Swap-ETF bergen Risiken. ETF, die Original­werte aus dem Index kaufen, verleihen sie häufig weiter. Auch dafür müssen Sicherheiten hinterlegt werden.

Aus unserer Sicht macht es für private Anleger keinen Unterschied, welche Art der Nach­bildung die ETF-Anbieter bevor­zugen, mit Original­werten oder mit Swaps. Wir empfehlen daher beide.

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