Check­liste für den Kauf

  • Auflagedatum. Vorsicht vor neu aufgelegten Fonds. Oft handelt es sich um Trend­produkte, die eine Börsenmode widerspiegeln. Vernünftiger sind jahre­lang bewährte Fonds, wie die aus dem Produktfinder Investmentfonds.
  • Fonds­volumen. Investmentfonds mit einem Volumen von weniger als 10 Millionen Euro lassen sich vermutlich auf Dauer nicht rentabel managen. Es droht die vorzeitige Auflösung des Fonds, die für Anleger zwar kein großes Risiko bedeutet, aber allemal ärgerlich ist.
  • Jähr­liche Kosten. Management­gebühren zehren an der Rendite von Fonds. In der Bewertung von Finanztest sind die Kosten bereits enthalten. Bei nicht bewerteten Fonds sollten Anleger auf die Gesamt­kostenquote TER schauen. Für Aktienfonds Welt sind jähr­liche Kosten von mehr als 2 Prozent sehr bedenk­lich.
  • Ertrags­verwendung. Finanztest empfiehlt Fonds, die Dividenden- und Zins­erträge ins Fonds­vermögen zurück­führen (thesaurieren). Anleger profitieren auto­matisch vom Zinseszins­effekt: Bei ausschüttenden Fonds müssen sie sich selbst um die Wieder­anlage kümmern, sofern die Depot­bank oder Fonds­gesell­schaft nicht einen entsprechenden Service anbietet.
  • Herkunfts­land. Mit thesaurierenden Fonds aus dem Ausland haben Anleger viel bürokratischen Aufwand, wenn sie den Fonds verkaufen. Die Depot­bank muss von allen Erträgen, die Anlegern je zugeflossen sind, Abgeltung­steuer abziehen – auch wenn sie bereits versteuert wurden. Anleger müssen sich das Geld mit der Steuererklärung zurück­holen. Wer den Aufwand vermeiden will, nimmt ausschüttende Fonds oder solche, deren Kenn­nummer (Isin) mit den Buch­staben DE beginnt.

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