Aktienfonds Meldung

Viele Fondsanleger sind entsetzt über die Entwicklung ihrer Fonds. Die Investmentfonds-Datenbank bildet das Ausmaß noch gar nicht voll ab, da die komplizierte Auswertung stets einige Zeit erfordert. Die meisten Fonds haben weitere Verluste erlitten, ihre Positionen in der Rangliste der Finanztest-Bewertung ändern sich bis auf ein paar Ausnahmen aber kaum.

Klassiker relativ stark

Im Direktvergleich am deutlichsten ­verbessert hat sich der UniGlobal (Isin DE 000 849 105 1), der auch im meistverkauften Riester-Fondssparplan (siehe Test: Riester-Fondssparpläne aus Finanztest 12/2008) steckt. Der Fonds investiert weltweit in bekannte Großkonzerne. So schmerzlich die Kursverluste auch sind, hat sich dieser Fonds in der Krise gut bewährt. Gleiches gilt für den weltweit anlegenden Fondsklassiker DWS ­Akkumula (DE 000 847 402 4) und – mit leichten Abstrichen – für den DWS Vermögensbildungsfonds I (DE 000 847 652 4).
Alle genannten Fonds haben einen ­vergleichsweise hohen Anteil an US-amerikanischen Aktien und profitieren dadurch von der jüngsten Rallye des US-Dollars. Sie haben weniger an Wert verloren als viele ihrer Konkurrenten.

Reinfall mit Rohstoffaktien

Besonders übel erging es Fonds, die ­einen Großteil ihres Vermögens in Rohstoffaktien angelegt hatten. Ein Musterbeispiel dafür ist der Fidelity European Aggressive A (LU 008 329 133 5), noch vor wenigen Monaten einer der Top-Fonds unter den Aktienfonds Europa. Innerhalb kürzester Zeit brach sein Kurs um rund zwei Drittel ein, weil gleich mehrere seiner Rohstoffaktien unglaubliche Verluste machten. Der Fonds bleibt mit seiner recht einseitigen Ausrichtung ein heißes Eisen.
Glimpflicher davon kam der global ­anlegende M & G Global Basics A(GB 003 093 267 6), der ebenfalls ein Übergewicht auf Rohstoffe legt. Trotz deutlicher Verluste bleibt er empfehlenswert. Von solchen Top-Fonds sollten sich ­Anleger, die das Geld aktuell nicht brauchen, jetzt nicht trennen.

Fonds schwächelt wegen VW-Aktie

Auch Anleger des deutschen FondsklassikersCominvest Fondak (DE 000 847 101 2) sollten Geduld bewahren. Dieser Fonds ist in der jüngsten Zeit viel schlechter gelaufen als der breite deutsche Markt. Dabei hat der Fonds im Grunde nur einen „Makel“: Er hält seit längerem keine Volkswagen-Stammaktien und konnte daher nicht von deren aberwitziger Kursrallye profitieren. Kann man dem Fondsmanagement vorwerfen, dass es bei seiner ­Aktienauswahl auf Preiswürdigkeit und gute Fundamentaldaten achtet?

Bei einigen ehemaligen Top-Fonds sollten Anleger aber schon über den Umstieg in eine aussichtsreichere Alternative nachdenken. Der Templeton Growth (US 880 199 104 8) samt seiner Euro-Tranche (LU 011 476 074 6) ist so ein Fall. Nachdem er im letzten Börsenboom schon schlecht gelaufen war, gewinnt er auch in der Krise nur wenig an Boden. Es gibt derzeit Dutzende Fonds mit besseren Perspektiven.
Auch der First Private Europa Aktien ULM (DE 000 979 583 1) ist längst nicht mehr erste Wahl und seine jüngste Entwicklung macht kaum Hoffnung auf schnelle Besserung.

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