Einige Regionalbörsen bieten seit kurzem den Handel mit normalen Aktienfonds an. Es handelt sich um Fonds, die es sonst nur mit Ausgabeaufschlag gibt. Zum Beispiel kann man den DWS Vermögensbildungsfonds I (Isin DE 000 847 652 4) an den Börsen in Berlin-Bremen und Hamburg kaufen. Wie bei normalen Aktien schwankt sein Kurs selbst innerhalb eines Tages erheblich.

Der Anleger spart beim Börsenkauf den Ausgabeaufschlag, der nicht selten 5 Prozent beträgt. Allerdings zahlt er statt dessen Kauf- und Verkaufsspesen, die je nach Bankverbindung insgesamt 2 Prozent erreichen können, sowie die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, den so genannten Spread. Der direkte Börsenkauf eines Fonds kann ähnlich teuer sein wie die rabattierte Order über einen Discountbroker.

Dennoch ist der Handel über die Börse eine Überlegung wert. Anders als beim Kauf oder Verkauf über die Fondsgesellschaft weiß der Anleger genau, wie viel er für einen Anteil ausgeben muss oder erhält. Die Kurse kann er auf den Internetseiten der Börsen verfolgen. Käufer orientieren sich am Briefkurs, Verkäufer am niedrigeren Geldkurs. Je geringer die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs, desto besser. Nach Beobachtungen von Finanztest ist der Spread um die Mittagszeit meist geringer als morgens oder am späten Nachmittag. Dann legen auch die Fondsgesellschaften den Tagespreis für einen Fondsanteil fest.

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