Der österreichische Aktienmarkt hat sich in den vergangenen fünf Jahren weitgehend positiv entwickelt, während es in Resteuropa herbe Verluste gab. Mit 11,1 Prozent pro Jahr liegt der Index MSCI Österreich deutlich im Plus. Der MSCI Europa weist dagegen ein Minus von 2,4 Prozent pro Jahr auf. Ähnlich erfreulich sieht es bei den Aktienfonds aus.

Grund ist das starke und erfolgreiche Engagement vor allem der Börsenschwergewichte in Osteuropa. Erste Bank, Bank Austria Creditanstalt, die Mineralölgesellschaft OMV, der Baustofflieferant Wienerberger und die Telekom Austria machen etwa 70 Prozent am MSCI Österreich aus. „Der EU-Beitritt hat die Fantasie neuerlich aufgeheizt“, sagt Doris Stadler von Raiffeisen Capital Management. „Die Unternehmen erfüllen westliche Standards, profitieren aber von den hohen Wachstumsraten der Beitrittsländer.“ Auch für die Zukunft ist gesorgt: Inzwischen betätigen sich die Österreicher in Bulgarien, Rumänien und auf dem Balkan.

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