Europäische Aktienindizes im Porträt: MSCI, Stoxx und FTSE – Index­vielfalt in Europa

Der Index Stoxx Europe 600 enthält je 200 große, 200 mitt­lere und 200 kleine Unternehmen. Den größten Anteil hat Groß­britannien (35 Prozent), gefolgt von Frank­reich (14) und der Schweiz (13). Deutsch­land liegt bei 12 Prozent, Spanien bei 4, Italien bei 3, Irland, Portugal und Griechen­land unter 1 Prozent. Größte Positionen sind Nestlé, HSBC, Novartis, Vodafone und BP.

Vom Stoxx Europe 600 leitet sich der Stoxx Europe 200 Large ab, der die 200 größten Unternehmen umfasst. Länder- und Branchen­aufteilung sind vergleich­bar: Gesund­heits­wesen, Banken sowie Öl und Gas sind die drei stärksten Sektoren. Eine weitere Variante ist der Stoxx Europe 50. Er enthält die 50 größten Firmen Europas.

Auf den Stoxx Europe 600 bezieht sich der Referenzfonds in unserem Fonds­dauertest. An ihm müssen sich alle anderen Fonds der Gruppe messen. Er ist als Bezugs­größe besser geeignet als der MSCI Europe, weil er auch kleinere Unternehmen einbezieht.

Der Index MSCI Europe listet rund 450 große und mitt­lere Unternehmen. Groß­britannien ist mit 36 Prozent ähnlich vertreten wie im Stoxx Europe 600, die Anteile der anderen genannten Länder sind auch ungefähr dieselben. Im MSCI Europe bildet der Finanzsektor die größte Branche, gefolgt von nicht-zyklischen Konsumgütern – das sind Produkte des täglichen Bedarfs wie Lebens­mittel.

Auch vom MSCI Europe gibt es Unterindizes. Die Variante für Große ist der MSCI Europe Large Cap. Er enthält die 200 größten Unternehmen aus dem Mutter­index. Der MSCI Europe ex UK bündelt 340 Firmen aus Kontinental­europa und Irland. Den größten Anteil hat Frank­reich mit 23 Prozent, gefolgt von der Schweiz mit 21. Der Anteil der Energiebranche fällt deutlich kleiner aus, weil die Ölriesen BP und Royal Dutch Shell fehlen.

Der Index FTSE Europe ex UK listet circa 450 über­wiegend große Unternehmen aus 20 europäischen Ländern. Groß­britannien ist nicht dabei, dafür Polen, Tschechien, Russ­land und die Türkei. Größte Werte sind Nestlé, Novartis, Roche, Total und Telefónica.

Der Index FTSE Eurofirst 100 enthält die 60 Unternehmen mit dem größten Börsen­wert aus den entwickelten Märkten der Eurozone und Groß­britanniens. Dazu kommen 40 Firmen aus unterre­präsentierten Branchen. Stärkstes Land ist mit einem Anteil von 45 Prozent Groß­britannien.

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