In den nächsten Wochen werden jede Menge Aktienanleihen fällig. Die wenigsten Anleger werden sich darüber freuen: In den meisten Fällen zahlt die Bank nämlich nicht Geld zurück, sondern bucht Aktien ins Depot. Pech gehabt, doch das sind die Bedingungen solcher Papiere: Notieren die Aktien, an die die Anleihen gekoppelt sind, an einem bestimmten Stichtag unter dem vorab festgesetzten Wert, kann die Bank statt Bargeld Aktien zurückzahlen.

Ob Nokia, EMTV, DaimlerChrysler oder Telekom ­ die meisten Aktien, die mit Anleihen verbunden waren, sind im vergangenen Jahr tief gefallen. Zahlreiche Aktionäre wider Willen fragen sich, was sie mit den Papieren machen sollen.

Tipps: Überlegen Sie, ob Sie von dem Unternehmen, dessen Aktien Sie nun haben, überzeugt sind. Manchmal ist es besser, die Aktien schnell wieder loszuschlagen, um mit dem Erlös eine andere Anlage anzugehen, die mehr verspricht. Den entstandenen Spekulationsverlust können Sie in der Steuererklärung mit künftigen Gewinnen verrechnen. Wollen Sie abwarten, bis die Aktien wieder steigen, verkaufen aber vor Ablauf eines Jahres, sind die Kursgewinne steuerpflichtig. Denn die einjährige Spekulationsfrist beginnt an dem Tag, an dem die Bank die Aktien ins Depot bucht.

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