Aktien und Fonds Test

Frühling ist Dividenden­saison. Dieses Jahr wollen allein die 30 Dax-Unternehmen rund 30 Milliarden Euro ausschütten – Rekord. Und so setzen immer mehr Anleger auf Dividenden­aktien. Doch die aktuelle Dividendenrendite taugt nicht als alleiniges Kriterium. Finanztest hat die lang­fristige Dividenden­politik von 160 Aktien aus der Dax-Familie untersucht und die verläss­lichsten Zahler ermittelt. Außerdem verrät der Testbe­richt, wie Sie mit Indexfonds gezielt auf ­Dividenden­strategien setzen.

Hinweis: Zu diesem Thema haben wir auf test.de einen aktuel­leren Beitrag Diese Unternehmen zahlen regelmäßig gute Dividenden.

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TestAktien und FondsFinanztest 04/2015
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Der Audio-Podcast zum Thema „Sind Dividenden die neuen Zinsen?“.

In die engere Wahl kamen nur Aktien, deren Dividenden in den vergangenen zehn Jahren einen kontinuierlichen Aufwärts­trend zeigten. Maximal drei Erhöhungs­pausen waren erlaubt. Nur etwa ­jedes zehnte Unternehmen erfüllte diese Voraus­setzung. Unter den deutschen Dividenden­perlen sind viele Aktien von Firmen aus der zweiten Reihe – aus den unterschiedlichsten Branchen wie Einzel­handel, Chemie und Medizin­technik. Finanztest fand ein Dutzend Unternehmen, die in den vergangenen zehn Jahren ihre Dividenden fast durch­gängig steigerten. Dass ihnen das selbst während der Finanz­krise gelang, spricht für ihre robusten Geschäfts­modelle. Oft handelt es sich um sogenannte defensive Aktien aus Branchen wie Pharma oder Konsum. Sie leiden nicht so sehr unter Wirt­schafts­flauten wie Auto- und Maschinenbau­werte.

Kein Ersatz für Anleihen

In Presseartikeln werden dividenden­starke Aktien in letzter Zeit gern mit den Anleihen der betreffenden Firmen verglichen. Das Beispiel BASF illustriert den enormen Unterschied zwischen Dividenden- und Anleihenrendite: Während eine BASF-Anleihe mit neun Jahren Rest­lauf­zeit weniger als 0,8 Prozent Rendite pro Jahr bringt, können sich Aktionäre über mehr als 3 Prozent Rendite freuen. Doch Aktien sind kein Ersatz für Anleihen. Die Anleihenrendite ist zwar äußerst nied­rig, aber kalkulier­bar, sofern das Unternehmen keine ernst­haften Pro­bleme bekommt. Dagegen ist unklar, wo der Aktienkurs von BASF in ein paar Jahren ­stehen wird. Auch die Höhe künftiger Dividenden lässt sich nicht sicher vorher­sagen. Wer eine Aktie kauft, muss mit dieser Un­sicherheit leben.

Die echten Dividenden­perlen

Unternehmen sollten an Aktionäre nur Geld ausschütten, das die Firma verdient hat. Die Ausschüttungs­quote gibt an, welcher Prozent­satz des jähr­lichen Nettogewinns an Anleger zurück­fließt. Bei den Dividenden­perlen ist die Quote sehr unterschiedlich, sie reicht je nach ­Unternehmen von 26 bis 90 Prozent. Ein ­Patent­rezept für die richtige Quote gibt es nicht. Einer­seits soll der Unter­nehmens­erfolg den Anteils­eignern möglichst direkt zugute kommen, anderer­seits genügend Geld für Investitionen übrig bleiben. Was Finanztest allerdings ablehnt, sind Ausschüttungen aus der Substanz des Unter­nehmens. Zum Beispiel hatte die Deutsche Telekom jahre­lang groß­zügig Dividenden gezahlt, die nicht immer aus Firmengewinnen stammten.

Dividende schützt nicht vor Verlusten

Mit einer Rendite von rund 4 Prozent gehört die Münchener Rück­versicherung zu den attraktivsten deutschen Dividenden­aktien. Die hohe Ausschüttung bei der Münchener Rück ist umso bemerkens­werter, als sie nicht einmal 40 Prozent des Jahres­gewinns aufzehrt. Die soliden Gewinne des Versicherungs­konzerns haben auch den US-Star­investor Warren Buffet über­zeugt, der sich mit rund 11 Prozent an dem Unternehmen beteiligt hat. Die Münchener Rück illustriert aber auch die enormen Risiken, die Aktionäre auf sich nehmen. Schlimms­tenfalls mussten sie selbst nach zehnjäh­riger Haltedauer ein Minus von mehr als 62 Prozent hinnehmen.

Über die Grenzen blicken

Erfahrene Dividendenjäger nehmen nicht nur deutsche Aktien ins Visier. Interes­sant sind für sie auch ausländische Papiere. Finanztest hat bei der Suche nach ausländischen Dividenden­perlen die zurzeit besten global anlegenden Investmentfonds mit Dividenden­strategien analysiert. Allerdings sollten sich deutsche Anleger darüber klar sein, dass die Dividenden­jagd im Ausland aus steuerlicher Sicht nicht ohne Haken ist. In den meisten Ländern wird ihnen zusätzlich zur deutschen Abgeltung­steuer eine Quellen­steuer abge­zogen. Das Geld können sie sich zwar zurück­holen, aber der Aufwand ist nicht zu unterschätzen (Details finden Sie im Finanztest-Special Auslandsaktien: Die Quellensteuer nicht verschenken).

Dividendenfonds als Alternative

Wer sich damit lieber gar nicht befasst, wählt besser von vorn­herein eine Fonds­lösung. Bequeme Anleger können mit aktiv gemanagten oder mit Indexfonds gezielt auf ­Dividenden­strategien setzen. Am besten eignen sich Fonds, die welt­weit auf Dividenden­jagd gehen. Einige von ihnen gehören seit Jahren zu den Top-Produkten unter den Aktienfonds Welt.

Das bietet der Test

Wenn Sie den Test frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die beiden Testartikel „Aktien mit dauer­haft hoher Dividende“ und „Mit Dividendenfonds bequem kassieren“. Drei Finanztest-Tabellen zeigen die Dividenden der Dax-Konzerne, die auf Zehn­jahres­sicht zuver­lässigsten Dividenden­aktien, und eine Über­sicht starker Dividendenfonds. Neben zwei Fonds­porträts gibt es auch ein FAQ. Dort geben die Finanztest-Experten Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Dividenden.

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