Aktien Meldung

Die Telekom hat Anleger trotzguter Dividenden oft enttäuscht.

Frühling ist in Deutschland Dividendensaison. Auch in diesem Jahr winken Aktionären hohe Renditen.

Gewinner. Die meisten der 30 im Dax gelisteten Unternehmen schütten ihre Dividenden im April oder Mai aus. Bei der Mehrzahl dürfte die Dividende höher ausfallen als im Vorjahr. Bereits im Januar zahlte Siemens pro Aktie 3 Euro nach 2,70 Euro im Jahr 2011.

Verlierer. Die großen Verlierer im Vergleich zum Vorjahr dürften die Versorger Eon und RWE sein. Sie haben nicht nur wegen der Energiewende deutlich weniger verdient. Ihre Dividendenrendite wird zwar immer noch weit über 5 Prozent liegen, doch sie berechnet sich ja aus der Dividende geteilt durch den aktuellen Kurs. Sie liegt so hoch, weil auch die Aktienkurse der Versorger stark gefallen sind.

Substanz. Hohe Dividenden sind wünschenswert, aber nicht um jeden Preis. Gut ist es, wenn ein Unternehmen eine attraktive Rendite bietet, obwohl es nur 50 bis 60 Prozent seiner Gewinne dafür aufwendet. Die Deutsche Telekom, die zuverlässig hohe Dividenden zahlt, wurde dieser Vorgabe nicht immer gerecht.

Kontinuität. Anleger sollten Unternehmen bevorzugen, die ihre Dividende jedes Jahr erhöhen oder zumindest niemals senken. Statistiken gibt es meist im Internetauftritt der Aktiengesellschaft unter „Investor Relations“.

Fonds. Statt sich mit einzelnen Unternehmen zu beschäftigen, können Anleger auch auf Fonds mit dividendenstarken Aktien setzen. Das geht mit gemanagten Fonds wie dem DWS Top Dividende oder mit sogenannten ETF, die Dividendenindizes abbilden. Für den deutschen Aktienmarkt gibt es den iShares DivDax (Isin DE 000 263 527 3) und den ETFlab Dax Plus Maximum Dividend (DE 000 ETF L23 5). Einen weltweiten Querschnitt bildet der db x-trackers Stoxx Global Select Dividend 100 (LU 029 209 618 6) ab.

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