Aktien-Neuemissionen Meldung

Die meisten Aktien-­Neuemissionen brachten Anlegern kein Glück. Statt des erhofften Reichtums gab es herbe Verluste.

Die meisten Aktien-Neuemissionen der vergangenen Jahre waren für Anleger Flops. Das zeigt eine von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) veröffentlichte Statistik. Danach notierte im März 2004 nur jede zwölfte seit 1997 emittierte deutsche Aktie über ­ihrem Ausgabepreis. Drei von vier Börsen­neulingen bescherten ihren ­Investoren Verluste von mindestens 50 Prozent, jede vierte Neuemission endete mit einem Minus von über 95 Prozent. Das entspricht fast einem Totalverlust.

Vor allem die Aktien des früheren Neuen Marktes eigneten sich überwiegend nur zum Zocken: Wer unmittelbar nach dem Börsengang Kasse machte, konnte reich werden, wer langfristig engagiert blieb, hatte das Nachsehen.

Das gilt nicht nur für unseriöse Pleitekandidaten, die inzwischen vom Kurszettel verschwunden sind. So hatten zum Beispiel auch Infineon-Aktionäre keinen Grund zur Freude. Der Dax-­Titel wurde im März 2000 zu 35 Euro an die Börse gebracht. Nach einer kurzen Rallye auf über 90 Euro ging der Kurs des größten deutschen Chipherstellers auf eine jahrelange Talfahrt. Zurzeit sind die damals heiß begehrten Infineon-Aktien etwa zu einem Drittel des Ausgabepreises zu haben.

Tipp: Geduldige Anleger müssen bei einem Börsengang nicht unbedingt von Anfang an dabei sein. Stattdessen verfolgen sie die Kursentwicklung der ersten Wochen und warten ab, bis sich die erste Euphorie gelegt hat. Oft bieten sich dann günstige Kaufgelegenheiten.

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