Mit dem EU-Beitritt der zehn neuen Länder wird Osteuropa für Investoren interessanter. Die höchsten Chancen versprechen Aktien, denn die Volkswirtschaften der Beitrittsländer müssen noch um einiges wachsen, ehe sie West-Niveau erreicht haben. Schätzungen zufolge soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den nächsten Jahren um bis zu 6 Prozent steigen.

Auch die Direktinvestitionen von Firmen werden zunehmen. Richard Benke von der Fondsgesellschaft Union Investment schätzt, dass sie von 2 Prozent des BIP im Jahr 2003 auf 3 bis 4 Prozent des BIP steigen werden. „Die Löhne sind billiger und die Steuern niedriger“, sagt Benke. „Wir rechnen mit einem weiteren Aufschwung.“

Wie die Fondstabelle zeigt, sind die Märkte bereits gut gelaufen. Aktienfonds Osteuropa investieren vor allem in Polen, Tschechien und Ungarn. Weil die osteuropäischen Märkte klein sind, können sie nicht viel Kapital aufnehmen. Bis zur Hälfte des Fondsvermögens fließt deshalb nach Russland, das seit Jahren boomt.

Nach Angaben von Elena Shaftan, die den Fonds European Emerging Market von Adig managt, sind gerade die Aktien in Russland im internationalen Vergleich niedrig bewertet. Die osteuropäischen Märkte sind vergleichsweise teurer.

Tipp: Wegen der hohen Schwankungen sollten Sie Osteuropafonds Ihrem Depot nur beimischen.

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