Aktien Meldung

Anleger entdecken in ihren Wert­papierdepots manchmal Aktien, die sie nie gekauft haben. Abzo­cker haben ihre Namen und Depot­daten genutzt, um Kauf­orders aufzugeben. Die Betrüger können so ihre eigenen Papiere besser verkaufen. Die Depot­besitzer werden die Aktien meist nur mit Verlust los.

Die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) hat 15 Fälle mit mehr als 40 Aktien ange­zeigt. Es ging um 7,5 Millionen Euro Ordervolumen.

Nun ist das erste Urteil ergangen. Das Land­gericht Frank­furt hat einen Angeklagten am 14. Juni zu vier Jahren und vier Monaten Haft wegen Markt­manipulation und schweren Betrugs verurteilt. Er steckte im Mai 2012 hinter unbe­fugten Telefo­norders in Höhe von mehr als 800 000 Euro für die Aktie Adinotec. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig.

Die Bafin warnt davor, Depot­daten an Fremde heraus­zugeben: „An diese persönlichen Daten kommen die Täter oft dadurch, dass sie Anlegern telefo­nisch Aktien empfehlen und dabei behaupten, für ihre Provisions­abrechnungen Depot­auszüge oder Personal­ausweiskopien zu benötigen.“

Tipp: Die Bafin führt auf ihrer Internetseite www.bafin.de eine Warn­liste mit Aktien, bei denen sie betrügerische Orders beob­achtet hat (Such­begriff „Wert­papierorders“).

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