Aktien Meldung

Wer langfristig spart, fährt mit der Aktie am besten ­ so das Credo der Anlageberater. Aktien brachten in den letzten 50 Jahren durchschnittlich rund 10 Prozent Rendite jährlich, mehr als jede andere Sparform. Doch das muss nicht so bleiben: Fachleute warnen vor der "Age Wave" (zu deutsch etwa Alterswelle): Derzeit legen die geburtenstarken Jahrgänge der 35- bis 45-Jährigen Geld zur Seite. Wenn sie ins Rentenalter kommen, werden sie Probleme haben, ihre Wertpapiere einer schrumpfenden Zahl junger Sparer zu verkaufen ­ das drückt die Renditen. Besonders betroffen sind davon Aktien, da Rentner ihre bis dahin gesparten Aktienanlagen in festverzinsliche Wertpapiere umschichten.

Derzeit kommen 1,7 Sparer auf einen über 60-Jährigen. "Auch wenn der deutsche Markt noch vom Nachholbedarf in Sachen Aktienkultur profitiert, wird sich das Verhältnis ab 2015 verschlechtern", meint Dr. Andreas Heigl von der Hypovereinsbank. Im Jahr 2040 werde es 1 zu 1 stehen. Deshalb, so Heigl, müssen die heute 30- bis 50-Jährigen mit niedrigeren Renditen rechnen. Wer dem Trend entgehen will, kann auf Emerging Markets setzen ­ und hoffen, dass diese Länder das Kapital für Investitionen nutzen und nicht für Konsumzwecke. Oder er kauft Aktien, die von der Überalterung profitieren: Pharma, Bio- und Medizintechnologie, Lifestyle, Freizeit.

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