So haben wir getestet

Im Test: 22 Bohr­schrauber mit Lithium­ionen-Akku und zwei Gängen, davon 17 mit 18-Volt-Akku (fünf mit Schlagbohr­funk­tion) und 5 mit 10,8-Volt-Akku – möglichst im Set mit zwei Akkus. Wir kauf­ten die Produkte im August 2018 im Handel. Die Preise ermittelten wir durch Anbieterbefragung im Dezember 2018.

Funk­tion: 50 %

Beim Prüfen und Bewerten der verschiedenen Produkt­gruppen berück­sichtigten wir deren jeweilige Nutzungs­schwer­punkte.

Bohren. Wir bohrten in Buche (mit 6 Milli­meter Durch­messer und 40 mm Bohr­tiefe; bei 100 Newton Andruck­kraft), Kalksand­stein (mit 6 mm; 30 mm tief; bei 150 Newton Andruck­kraft) und in Stahl (mit 6 mm; 5 mm tief; bei 150 Newton Andruck­kraft). Wir beur­teilten die dafür erforderlichen Zeiten. Zusätzlich kontrollierten wir den festen Sitz des Bohrers im Bohr­futter sowie – wichtig beim Bohren in Stahl – den Rund­lauf des Bohrers.

Schlagbohren. Sofern Geräte über eine Schlag-Funk­tion verfügen, bohrten wir damit in Anlehnung an EN 60745 Löcher in Beton (mit 6 mm und 12 mm Durch­messer; 50 mm tief; bei 180 beziehungs­weise 200 Newton Andruck­kraft) sowie in Granit (mit 6 mm; 30 mm tief; bei 200 Newton Andruck­kraft).

Schrauben. Wir beur­teilten, wie sich selbst­schneidende Schrauben (6  x 16 mm) in vorgebohrtem Stahl drehen lassen. Zudem schraubten wir Holz­schrauben der Maße 6 x 80, 8 x 80 und 10 x 120 mm in Kiefern­holz. Ein Experte beur­teilte unter anderem die Eignung von Drehmoment­vorwahl und die Möglich­keit, die Drehzahl optimal anzu­passen.

Effizienz beim Bohren und Schrauben. Wir über­prüften die Bohr- und Schraub­leistung bezogen auf die Akku­kapazität. Nach Voll­ladung und nach 15-minütiger Lade­zeit ermittelten wir jeweils die Anzahl der 6 x 80-mm-Schrauben, die wir in Kiefern­holz versenken konnten, und die Anzahl der mit 6-mm-Bohrern in Buche gebohrten Löcher. Die Gesamt­zahl bewerteten wir im Verhältnis zur deklarierten Akku­kapazität.

Hand­habung: 35 %

Ein Experte beur­teilte Bedienungs- und Sicher­heits­hinweise in der Gebrauchs­anleitung im Hinblick auf den Informations­gehalt, den Aufbau und die Verständlich­keit.

Hand­lich­keit und Benutzerfreundlich­keit. Drei erfahrene Heim­werker, darunter ein Links­händer und eine Person mit kleinen Händen, beur­teilten unter anderem das Hand­haben der Maschine, Bohr­futter, Geräusch sowie Akku (etwa Selbst­entladung) und Ladegerät.

Vielseitig­keit der Gerätemerkmale. Die Prüfer beur­teilten unter anderem, welche größt­möglichen oder kleinsten Bohrer vom Bohr­futter sicher gehalten werden. Außerdem bewerteten wir Ausstattungs­merkmale wie Schalter, Einstell­möglich­keiten oder die Beleuchtung des Arbeits­bereichs.

Ladedauer. Die Ladedauer des Akkus wurde bezogen auf die Zahl damit einge­drehter Schrauben und erzielter Bohr­löcher. Wir ermittelten auch die Anzahl der Anwendungen pro Akkuladung beim Bohren und Schrauben.

Halt­barkeit: 15 %

In der Dauer­prüfung des Bohr­schraubers kontrollierten wir, wie viele Belastungs­zyklen die Geräte auf einem Prüf­stand über­stehen. Die Zyklen bestanden jeweils aus mehreren für die jeweilige Bauart spezi­fischen Belastungs­intervallen, die wir zuvor bei Funk­tions­prüfungen ermittelt hatten – beim Bohren in Buche und Stahl mit 6-mm-Bohrer sowie beim Schrauben in Kiefern­holz mit 8 x 80-mm-Schrauben. Die Geräte liefen – im Ideal­fall – 33 Stunden unter Last. Dazwischen lagen Leer­lauf- und Ruhephasen.

Dauer­prüfung des Schlag­werks. Sofern vorhanden, über­prüften wir das Schlag­werk mit separaten Belastungs­zyklen, in denen die Geräte etwa 4,5 Stunden unter Last liefen.

Dauer­prüfung des Akkus. Wir belasteten die Akkus mit bis zu 400 Lade- und Entladezyklen und nutzten dabei das vom Anbieter im Set mitgelieferte Ladegerät. Dabei kontrollierten wir Veränderungen der Kapazität. Aus einem Meter Höhe auf Beton erfolgten Fall­tests von Akku­schrauber und Ladegerät.

Schad­stoffe: 0 %

Wir analysierten den Gehalt an poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen (nach AfPS GS 2014:01 PAK) sowie an Phthalat-Weichmachern (nach DIN EN 62321–8, GC-MS) und Chlorparaf­finen – nach DIN EN ISO 2018219 (modifiziert), GC-MS/NCI Analyse – in den Griffen der Geräte.

Sicherheit: 0 %

Wir prüften elektrische und mecha­nische Sicherheit des Geräts, des Ladegeräts (in Anlehnung an DIN EN 60335–2–29) und des Akkus (in Anlehnung an DIN EN 62133–2). Wir kontrollierten zum Beispiel das Rück­drehmoment, also die Gefahr eines zu starken Rück­schlags in seitliche Richtung beim plötzlichen Blockieren des Bohrers (gegebenenfalls unter Verwendung des zweiten Hand­griffes), sowie die Sicherheit der Akkus, unter anderem den Brand­schutz (Entflamm­barkeit).

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Folgende Abwertungen setzten wir ein: Lautete das Urteil für die Funk­tion ausreichend oder war die Halt­barkeit befriedigend oder schlechter, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. War Schlagbohren ausreichend oder schlechter, konnte die Funk­tion maximal eine Note besser sein. Das Gruppen­urteil für die Hand­habung werteten wir um eine halbe Note ab, wenn die Ladedauer nur ausreichend oder schlechter war. Lautete das Urteil für die Dauer­prüfung des Motors mangelhaft, konnte die Note für Halt­barkeit nicht besser sein.

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TestAkku­schrauber im Test14.02.2019
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