Akku-Schlagbohrschrauber von Aldi Schnelltest

Das ist für Discounter-Werkzeug ganz schon teuer: 69,99 Euro verlangt Aldi Nord für seinen Akku-Schlagbohrschrauber. Dafür hat das Gerät 2 Gänge und einen 24 Volt-Akku. Der Schnelltest zeigt, ob sich ein Kauf lohnt.

Geringer Lieferumfang

Der erste Eindruck des Aldi-Schlagbohrschraubers überzeugte die Tester. Das Gerät macht einen guten Qualitätseindruck: Der Akku-Bohrschrauber ist ordentlich in einem robusten Kunststoffkoffer verpackt und auch die mitgelieferte Bedienungsanleitung ist übersichtlich und umfangreich. Allerdings: Der Lieferumfang lässt ein wenig zu wünschen übrig. Einen zweiten Akku zum Wechseln und auch verschiedene Bohrer gibt es nicht. Das Fehlen eines Zweitakkus kann sich bei Heimwerkern vor allem beim Aufladen bemerkbar machen: Die Ladezeit des Akkus beträgt fast zwei Stunden.

Kraftvoll beim Bohren

Der erste gute Eindruck täuscht nicht: Der Akku-Schlagbohrschrauber von Aldi Nord arbeitet kraftvoll, das Schlagbohren funktioniert für ein Akkugerät recht gut. Ein 5 Zentimeter tiefes Loch mit 10 Millimetern Durchmesser schafft die Maschine in Betonwänden in knapp 25 Sekunden. In Flachstahl bohrt der Aldi-Schlagbohrer ein fünf Millimeter tiefes Loch mit sechs Millimetern Durchmesser in 13 Sekunden. Normalerweise dauert das bei Akkugeräten zwischen 15 und 20 Sekunden.

Arbeiten mit beiden Händen

Große und kleine Schrauben arbeitet der Aldi-Schlagbohrer bündig ein. Die 16 vorhandenen Drehmomentvorwahlen erlauben eine entsprechende Einstellung des gewünschten Moments. Die Tester empfanden das Aldi-Gerät aber unhandlich. Es ist kaum möglich, den Akku-Schlagbohrschrauber ohne den zweiten Handgriff mit nur einer Hand zu bedienen. Dafür ist er zu schwer und auch nicht genug ausbalanciert. Gerade bei kleinen Schrauben wird das Arbeiten mit dem Gerät daher problematisch. Allerdings: Für derartige Arbeiten reicht ein gängiger Akkuschrauber. Für Bohrarbeiten in Beton oder Stahl ist es dagegen unerlässlich, mit beiden Händen und dem Zweithandgriff zu arbeiten. Das gelingt deutlich angenehmer.

Normale Verschleißerscheinungen

Im Dauertest musste das Aldi-Gerät zeigen, wie lange es einsatzbereit bleibt. Ergebnis: Motor und Schlagwerke zeigten normale Verschleißerscheinungen. Ausfälle wie bei anderen Geräten aus vergangenen Schnelltests gab es nicht. Einzig im Dauertest des Schlagwerks brachen bei zwei von drei Geräten die Kabel zwischen Motor und Schalter. Das ist ein typischer Fertigungsmangel. Doch immerhin passierte dies erst nach 228 beziehungsweise 249 von 300 vorgegebenen Prüfzyklen. Das sind umgerechnet etwa acht Jahre bei normalem Einsatz in Haus und Hof.

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