Akku-Ladegerät von Aldi im Schnelltest Schnelltest

Ohne Strom läuft gar nichts. Batterien liefern Volt und Ampère kabellos. Walkman, Fernbedienung, Wecker oder elektrische Zahnbürste brauchen die Stromspender unbedingt. Wiederaufladbare NiMH-Akkus sind eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative. Ordentliche Ladegeräte gibts meist ab 25 Euro. Aldi hat seit Mittwoch ein Akkuladegerät für knapp 5 Euro im Angebot. Und das lädt auch gut.

Einfach reinlegen

Das Aldi-Gerät versorgt alle üblichen Akku-Formate: AAA (Micro), AA (Mignon), C (Baby), D (Mono), 9 Volt (Block). Der Ladeteil ist einfach aufgebaut. Bis auf das Block-Format können alle Akkus einfach in einen beliebigen Schacht eingelegt werden. Durch einen beweglichen Halter passt sich der Schacht an das Format an. Mit einem Schalter wird die Ladezeit eingestellt. Die Mechanik schwächelt manchmal: Der Zeitschalter dreht sich verhältnismäßig schwer. Und der Deckel, mit dem die Akkus abgedeckt werden, klemmt ab und zu etwas.

Schlichter Timer

Nicht alle Ladegeräte funktionieren mit einem Schalter. Es gibt bessere und bequemere Methoden: „Intelligente“ Akku-Ladegeräte wissen, wann die Akkus voll sind und schalten sich automatisch ab. Sie kosten allerdings meist mehr als das Fünffache. Allerdings gibt es auch Akku-Ladegeräte, die gar keinen Timer haben. Der Timer des Aldi-Produkts verfügt über vier Stufen: Die Ladezeit endet nach 3, 6, 9 oder 15 Stunden.

Tabelle mit Tücken

Auf der Rückseite steht eine Tabelle mit Ladezeiten und Akkuformaten. Dadurch weiß der Benutzer schnell, wie lange seine Akkus aufgeladen werden müssen. Eigentlich eine komfortable Übersicht, die praktischer Weise immer zur Hand ist. Doch die Tabelle stimmt an einer Stelle nicht. Kleine AAA-Akkus überladen sich, wenn die angegebene Zeit eingestellt wird. Dies könnte ein Druckfehler sein. Denn in der Bedienungsanleitung ist eine einfache Formel angegeben, nach der die Ladezeit berechnet wird. Und die ergibt für AAA-Akkus 3 Stunden. Und nicht 6 Stunden wie auf der Rückseite steht.

Alles wird voll

Trotz dieser Schwäche und der nicht genau einstellbaren Ladezeit laden sich alle Akkus hinreichend gut auf. Die Überladung aufgrund des einen Fehlers in der Tabelle beschädigt die Akkus höchstens auf lange Sicht. Sie werden heiß. Am besten rechnet man die Ladezeiten einfach noch einmal nach. Wer sich genau daran halten will, verzichtet am besten auf den Timer und beendet den Ladevorgang manuell. Notwendig ist das aber nicht.

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