Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im interna­tionalen Gemein­schafts­test: 15 Akku-Bohr­schrauber (2-Gang-Geräte mit Lithium­ionen-Akkus), davon 6 mit Schlagbohr­funk­tion, sowie 1 pneumatischer Akku-Bohr­hammer (exemplarisch).

Einkauf der Prüf­muster: Mai und November 2010. Preise: Anbieterbefragung März 2011 bzw. von uns bezahlter Einkaufs­preis.

Abwertungen

Das test-Qualitäts­urteil kann maximal eine halbe Note besser sein als die Funk­tion. Wenn Schlagbohren oder Schrauben ausreichend oder schlechter sind, dann kann die Funk­tion maximal eine halbe Note besser sein. Ist die Ladedauer ausreichend oder schlechter, kann die Hand­habung maximal eine halbe Note besser sein. Ist Akku­typ und Wechsel­barkeit des Akkus ausreichend, kann Umwelt und Gesundheit maximal eine halbe Note besser sein. Ist Sicherheit ausreichend oder schlechter, kann das Qualitäts­urteil nicht besser sein.

Funk­tion: 40 %

Bohren: Beur­teilt wurde die Bohr­zeit in Kalksand­stein (mit 6 mm Durch­messer, 30 mm Tiefe, 150 N Andruck­kraft), in Buche (6 mm, 40 mm, 100 N), in Stahl (6 mm, 5 mm, 150 N). Schlagbohren: Beur­teilt wurde die Bohr­zeit in Beton mit 6 mm und 8 mm Durch­messer (50 mm Tiefe, 230 N). Schrau­ben: Beur­teilt wurde, ob Schrauben in Kiefern­holz oder Metall versenkt werden können. Außerdem die Eignung der Drehmoment­vorwahl beim Eindrehen derselben Schrauben (3 x 40, 6 x 80, 8 x 80 mm) in Kiefern­holz sowie 6 x 16 mm in Stahl. Der Start mit lang­samer Drehzahl wurde beim Bohren in Stahl sowie beim Schrauben in Holz beur­teilt. Nutzung je Akkuladung: Ermittelt wurde die Anzahl der 6 x 80-mm-Schrauben in Holz und die Anzahl der 6-mm-Löcher in Beton, die die Geräte nach Normalladung und nach 15-Minuten-Kurz­ladung schafften. Prüfung der Selbst­entladung des Akkus nach 30 Tagen bei 40 °C.

Hand­habung: 30 %

Gebrauchs­anleitung: Drei Experten bewerteten Layout, Gebrauchs- und Sicher­heits­hinweise.

Hand­lich­keit und Benutzerfreundlich­keit: Die Experten sowie 2 Heim­werker (1 Links­händer und eine Person mit kleinen Händen) bewerteten u. a. Gewicht, Eignung der Hand­griffe, Ergonomie der Schalter, Balance, Akku­anzeigen, Einstell­möglich­keiten sowie nur bei Akku-Schlagbohr­schraubern die Eignung der Schlag­werk­einstellung.

Vielseitig­keit der Gerätemerkmale: Die Prüfer bewerteten zum Beispiel die maximale Bohr­futterkapazität, Schnellst­opp, auto­matische Spindel­arretierung, Arbeits­platz­beleuchtung.

Zudem wurde die Ladedauer des Akkus bewertet.

Umwelt und Gesundheit: 20 %

Beur­teilt wurden Akku­typ und Wechsel­barkeit des Akkus. Schad­stoffe: Analyse des Gehalts an poly­zyk­lischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen (PAK) in Anlehnung an ZEK 0.12-08 und an Phthalat-Weichmachern im Griff. Die drei Experten beur­teilten subjektiv Vibration und Geräusch der Geräte während der Funk­tions­prüfungen.

Dauer­prüfung: 10 %

Belastungs­zyklen entsprechend etwa 10 Jahren durch­schnitt­licher Heim­werk­ernut­zung: 2 119 für die Motordauer­prüfung, außerdem 177 für die Schlag­werk­dauer­prüfung (bei Geräten mit Schlag­werk). Ein Zyklus bestand aus wechselnden Belastungen, entsprechend den in der Funk­tions­prüfung durch­geführten Bohrungen sowie Schraubungen mit dazwischenliegenden Leer­lauf- und Ruhephasen.

Sicherheit: 0 %

Elektrische und mecha­nische Sicherheit in Anlehnung an EN 60335 und 60745. Bewertet wurden zum Beispiel Kurz­schluss- und Fall­tests, die Glühdraht­prüfung der Akku­kontakte sowie das Rück­drehmoment.

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