Airlines Meldung

Verbraucherschützer haben Ryanair im Visier. Die Fluggesellschaft soll in der Werbung Klartext reden, fordern sie.

Für 19,99 Euro von Frankfurt Hahn nach Venedig zu fliegen, klingt verlockend. Wer den günstigen Preis ergattern will, muss sich allerdings beeilen. Die günstigen Werbeangebote gibt es nur begrenzt. Von den Billigplätzen darf die Fluggesellschaften jedoch nicht zu wenig anbieten: Mindestens 10 Prozent muss sie zum Billigtarif verkaufen, legte erstmals das Landgericht Hannover fest (Az.18 0 57/03).

Stellt die Fluggesellschaft weniger als 10 Prozent Billigplätze bereit und weist sie darauf nicht detailliert hin, handelt es sich um irreführende Werbung.

Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen Hapag Lloyd Express (hlx) wegen ihrer Lockangebote. Zum Urteil kam es aber nicht. Die hlx konnte nachweisen, dass sie mehr als 10 Prozent der Plätze zum Werbepreis verkauft hatte. Das Gericht sah seine Kriterien erfüllt und die Verbraucherschützer zogen die Klage zurück.

Damit sind aber nicht alle Klagen wegen irreführender Werbung vom Tisch. Offen sind die Verfahren gegen Air Berlin, Ryanair und British Airways.

Andere Gesellschaften haben bereits auf die Verbandsbeschwerden reagiert.

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