Unter Wohnungs­eigentümern gibt es mitunter Streit zwischen denjenigen, die ihre Wohnung selbst bewohnen und denjenigen, die ihre Wohnung vermieten. Als besonders störend empfinden viele Selbst­nutzer es, wenn andere ihre Wohnung an Touristen über Platt­formen wie Airbnb vermieten. Aber Eigentümer können das kurz­zeitige Vermieten nicht per Mehr­heits­beschluss verbieten (Bundes­gerichts­hof, Az. V ZR 112/18). Es gehöre zum Recht jedes Wohnungs­eigentümers, mit seiner Wohnung „nach Belieben zu verfahren“. Ein Vermietungs­verbot wäre nur recht­mäßig, wenn alle Eigentümer zustimmten.

Die Eigentümer, die der Kurz­zeit­vermietung skeptisch gegen­über stehen, sind aber nicht schutz­los. Sie können zum Beispiel bei häufiger Lärmbelästigung durch Ferien­gäste gegebenenfalls Unterlassung verlangen.

Wer an Touristen vermietet, sollte auch auf kommunale Regeln achten. Etliche Gemeinden mit Wohnungs­not erlassen Zweck­entfremdungs­gesetze, um die Nutzung von Eigentums­wohnungen als Ferien­wohnung einzudämmen.

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