Tipps

Rechtslage: In der Regel müssen Sie einen Behandlungsfehler beweisen. Der Bundesgerichtshof stellte aber klar, dass die Frage, wer was in Arzthaftungsprozessen beweisen muss, patientenfreundlich gehandhabt werden soll. So hat unter Umständen der Mediziner Ursachenzusammenhänge bei Behandlungsfehlern zu beweisen.

Gespräche: Sprechen Sie mit dem Arzt und der Krankenhausleitung.

Dokumentation: Dokumentieren Sie Gespräche und Geschehnisse chronologisch. Kopieren Sie Wichtiges aus Ihrer Krankenakte, fotografieren Sie Schäden, finden Sie Zeugen.

Rat: Lassen Sie sich beraten – bei Verbraucherzentralen, Selbsthilfegruppen, der Krankenkasse.

Schiedsstellen: Schalten Sie Schiedsstellen und Gutachterkommissionen der Landesärztekammern ein (gebührenfrei, Arzt muss zustimmen). Adressen siehe auch www.test.de, Stichwort Schiedsstellen, ärztliche Behandlungsfehler.

Frist: Drei Jahre für Schmerzensgeldforderungen. Der Gang vor Gericht kann langwierig und teuer sein, der Ausgang ist oft ungewiss. Meist kommt es zu einer Verschärfung der Auseinandersetzung. Ein Schritt, der an letzter Stelle stehen sollte.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1502 Nutzer finden das hilfreich.