Äpfel und Apfelsaft Meldung

Herbst ist Apfelzeit. Zu keiner Jahreszeit sind die knackigen einheimischen Früchte so gut wie jetzt. Wochenmärkte und Geschäfte bieten bereits Obst aus neuer Ernte. In Gärten und auf Obstplantagen biegen sich die Apfelbäume unter der Last schwer bepackter Äste. Für einige Sorten war 2007 ein gutes Jahr. Mancher Hobbygärtner fragt sich daher schon: Wohin mit all dem Obst? test.de gibt Tipps.

Selber essen ist gesund

Am besten ist der Apfel pur. Mit seinem Vitamin B und C sowie dem Ballaststoff Pektin ist er eine gesunde, kalorienarme Zwischenmahlzeit. In und direkt unter der Apfelschale stecken zudem viele sekundäre Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Polyphenole. Diese binden freie Radikale im Körper und helfen so Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall vorzubeugen. Besonders reich an gesundheitsfördernden Pflanzenstoffen sind die Apfelsorten Boskoop, Red Delicious sowie Mostäpfel von deutschen Streuobstwiesen.

Tipp: In vielen Regionen gibt es Bauernhöfe, die zum Selbstpflücken einladen. Hier können Sie sich für wenig Geld mit Äpfeln eindecken. Wenn Sie Winteräpfel wie Cox Orange oder Gloster ernten, können Sie diese auch bequem für die kalte Jahreszeit einlagern.

Frisch gepresster Apfelsaft

Doch nicht jeder Hobbygärtner kann seine reiche Apfelernte selber essen. Hier ist Saftpressen eine günstige Alternative. Zwar kann kein Saft einen Apfel ersetzen. Doch viele Polyphenole bleiben auch im naturtrüben Apfelsaft enthalten. Eine aktuelle Studie der Forschungsanstalt Geisenheim bestätigt: Naturtrübe Säfte aus stark säurehaltigen Mostäpfeln verlieren beim Pressen nur wenige Polyphenole. Besonders gut eignen sich dafür Streuobstsorten wie Bittenfelder und Winterrambour.

Tipp: Bei kleinen Mengen Obst reicht ein handlicher Entsafter für die Küche. Für die große Apfelernte dagegen bieten regionale Saftpressen ihre Dienste an. Frisch gepresst hält sich der Saft zwar nur einige Tage im Kühlschrank. Kurz aufgekocht und in sauberen Flaschen verschlossen können Sie ihn bei niedrigen Temperaturen aber auch ein Jahr lang lagern.

Schorle als Durstlöscher

Der gesundheitsfördernde Vorteil naturtrüber Apfelsäfte bleibt jedoch nur bei selbstgepresstem Saft oder Saft aus Kleinkeltereien erhalten. Bei industrieller Fertigung wird naturtrüber Apfelsaft oft ähnlich stark behandelt wie klarer. Dabei gehen viele Polyphenole verloren. Besonders auffallend ist dies bei billig produzierten Apfelfruchtsaftgetränken: Sie enthalten kaum noch sekundäre Pflanzenstoffe. Dafür aber jede Menge Zucker.

Tipp: Als Durstlöscher eignet sich auch selbstgepresster Apfelsaft wegen des vielen fruchteigenen Zuckers nicht. Ein Glas mit 0,2 Litern liefert rund 110 Kilokalorien. Mischen Sie den Saft daher mindestens zur Hälfte mit Wasser.

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