Advocard Schnelltest

Angebot
Als Ergänzung zum klassischen Rechtsschutz bietet Advocard seinen Kunden die Zusatzversicherung „V-Plus“ zum Preis von jährlich 75 Euro an. Damit können sich Versicherte zweimal im Jahr vom Anwalt beraten lassen, auch ohne dass ein Streitfall vorliegt. Advocard zahlt dafür pro Jahr maximal 220 Euro.

Vorteil
Versicherte können sich auch in Rechtsgebieten beraten lassen, die sonst nie versichert sind, etwa im Baurecht. Zudem ist die vorsorgliche Beratung, beispielsweise über einen arbeitsrechtlichen Auflösungsvertrag, möglich. Kunden, die bei der Advocard mit Selbstbeteiligung versichert sind, müssen nichts dazuzahlen, wenn sie die Zusatzleistungen „V-Plus“ in Anspruch nehmen.

Nachteil
V-Plus“ gibt es nur für Advocard-Kunden mit bestimmten Rechtsschutzverträgen. Vor der ersten Beratung gilt eine dreimonatige Sperrfrist, und die 220 Euro, die Advocard pro Jahr maximal zahlt, reichen nicht immer. Wenn es in einem Fall um viel Geld geht, zahlt der Mandant bereits für eine anwaltliche Erstberatung 190 Euro. Bei zwei Beratungen zu „teuren“ Themen zahlt man dann schon drauf.

Fazit
„V-Plus“ füllt zwar eine Rechtsschutzlücke für die Kunden der Advocard, doch der Zusatz rechnet sich nur, wenn die Kunden jedes Jahr zum Anwalt gehen und dabei die Beratungskosten gut im Auge behalten. Der Versicherer will mit dem Extra offenbar Neukunden für seinen ebenfalls teuren klassischen Rechtsschutz anlocken.

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