Umwelt­freundliche Weih­nachten

Mit kleinen Maßnahmen kann jeder die Advents­zeit umwelt­freundlicher gestalten.

Ökologischer Weihnachts­baum

Es schadet der Umwelt, wenn Weihnachts­bäume über weite Stre­cken trans­portiert werden. Kaufen Sie Ihren Baum besser direkt in der nächst­gelegenen Förs­terei. Manchmal können Sie den Weihnachts­baum auch selbst fällen. Auskünfte geben die Revierförster. Einzelne Forst­betriebe bieten auch Ökoweihnachts­bäume an. Wenn Sie Ihren Baum im Handel kaufen, sollten Sie nach Herkunft und Zertifikaten für eine ökologische Wald­wirt­schaft fragen. Neben dem interna­tionalen FSC-Siegel (Forest Steward­ship Council) zeugen auch die Zertifikate von Natur­land, Bioland oder Demeter von einem ökologischen Weihnachts­baum­anbau. Die Umwelt­organisation Robin Wood hat im Internet eine Liste mit Anbietern von Ökoweihnachtsbäumen veröffent­licht. Es gilt: heimische Fichten, Kiefern oder Tannen sind besser als Blaufichten, die hier nicht wachsen. Kaufen Sie zudem keine Bäume mit Wurzelballen. Sie nehmen später im Garten ökologisch sinn­volleren Pflanzen den Platz weg.
Hinweis: test.de gibt Tipps rund um den Weihnachtsbaum

Schmuck und Lichterketten

Statt Baum­schmuck aus Kunststoff können Sie auch Figuren oder Sterne aus Stroh, Holz und Wachs sowie Nüsse, Zimt­stangen oder Tannenzapfen verwenden. Watte kann Glitzer- oder Schnee­spray ersetzen. Verwenden Sie Lametta - wenn über­haupt - nur spar­sam. Bevor Sie den Baum wegwerfen, sammeln Sie das Lametta ab. Oft lässt es sich wieder verwenden.

Artgerecht gehaltene Weihnachts­gans

Laut Natur­schutz­bund Deutsch­land (Nabu) landen zwischen November und Weih­nachten etwa zehn Millionen Gänse auf deutschen Tellern. Die wenigsten davon stammen aus Deutsch­land. Sie werden vielmehr aus Polen und Ungarn importiert. Dort mästen die Bauern die Gänse in wenigen Wochen auf drei bis vier Kilogramm Gewicht. Teil­weise werden sie sogar gestopft, also zwangs­ernährt. Neben Qualen für die Tiere, leidet auch der Geschmack. Wer sich statt dessen für eine Biogans oder -ente entscheidet, kann mit gutem Gewissen genießen.
Tipp: Der Deutsche Tier­schutz­bund empfiehlt, beim Gänse- oder Entenkauf auf die gesetzlich geschützten Kenn­zeichnungen „Auslaufhaltung“, „bäuerliche Auslaufhaltung“, „bäuerliche Frei­land­haltung“, „Bio-“ ‚ oder „Ökogans“ zu achten. Diese stehen für eine artgerechte Haltung der Tiere mit Auslauf. Fleisch mit dem Zusatz „aus Fett­leber­produktion“ sollten Verbraucher meiden.

Geschenke verpacken

Jedes Jahr türmt sich am 24. Dezember der Berg aus Geschenk­papier. Besonders schlecht für die Umwelt ist alubeschichtetes Papier. Darauf sollten Sie verzichten. Eine Alternative sind Recycling- oder Pack­papier. Nach dem Einpacken können Sie das Pack­papier zusätzlich bunt anmalen oder mit Zweigen, Blumen und Gräsern bekleben. Auch Zimt­stangen, Sternanis und getrock­nete Orangen- oder Zitronenscheiben gehören zur traditionellen Weihnachts­dekoration und lassen sich für Geschenk­verpackungen gut verwenden.

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