Advents­kalender mit Schoko­laden­füllung

Die Mineralöl-Typen

26.11.2012
Inhalt

Aromatische Mineralöle. Fachleute nennen sie Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons, kurz MOAH. Sie bestehen aus einer komplexen Mischung aus über­wiegend alkylierten poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen. Die exakten Zusammenset­zungen der MOAH sind noch ungeklärt. Man geht davon aus, dass darunter krebs­er­regende Teilfraktionen sind. MOAH sollen nach Forderung der Europäischen Behörde für Lebens­mittel­sicherheit (Efsa) und des Bundes­instituts für Risiko­bewertung (BfR) gänzlich aus Lebens­mitteln heraus­gehalten werden.

Nicht-aromatische Mineralöle. Zu dieser Gruppe zählen die sogenannten MOSH (Abkür­zung für Mineral Oil Saturated Hydrocarbons). Dabei handelt es sich um gesättige Kohlen­wasser­stoff­ketten, die auch ringförmig oder verzweigt sein können. Insbesondere die kürzerkettigen können sich im menschlichen Geweben einlagern. Im Tier­versuch mit Ratten wurden sie mit Entzündungs­reaktionen der Leber in Zusammen­hang gebracht. Mittel­kettige nicht-aromatische Mineralöle können vermutlich etwas leichter aufgenommen werden als längerkettige nicht-aromatische Mineralöle. Weil die toxikologische Einschät­zung für den Menschen noch fehlt, liegt kein Grenz­wert vor. Die Europäische Behörde für Lebens­mittel­sicherheit (Efsa) hat eine provisorische fest­gelegte täglich tolerier­bare Aufnahme­menge (Acceptable Daily Intake, ADI) zurück­gerufen. Sie lag bei 0,01 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Bezogen auf Lebens­mittel wären das 0,6 Milligramm je Kilogramm Lebens­mittel. Der ADI soll jetzt über­arbeitet werden.

Mineral­ölähnliche Substanzen. Dazu zählen die POSH. Die Abkür­zung steht für Polyolefin Oligomeric Saturated Hydrocarbons. Es handelt sich dabei um gesättigte Kohlen­wasser­stoffe, welche als Oligomere aus Kunststoffen in Lebens­mittel übergehen können. In ihrer chemischen Struktur ähneln sich POSH und MOSH sehr stark. Im Labor lassen sie sich derzeit kaum auseinander­halten.

Mineralöle aus Maschinenöl. Dazu gehören die Poly-Alpha-Olefine (PAO). Es sind synthetische Kohlen­wasser­stoffe, die Haupt­bestand­teil von synthetischen Motoren­schmier­ölen sein können oder von Maschinen­ölen, die für Geräte in der Lebens­mittel­produktion einge­setzt werden.

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