Die Dresdner Bank muss einem ehemaligen Kunden der Advance Bank zu viel gezahlte Wertpapiergebühren in Höhe von 200 Euro zurückerstatten. Das hat der Ombudsmann für die privaten Banken, Karl Dietrich Bundschuh, entschieden.

Im Herbst 2003 hatte die Dresdner Bank den Discountbroker Advance Bank geschlossen und dessen Kunden übernommen. Sie hatte das Depot des Kunden, das bei der Advance Bank ohne Beratung geführt wurde, auf ein Depot mit Beratung umgestellt und die Gebühren vervierfacht.

Der Kunde hatte sich beim Ombudsmann darüber beschwert, dass die Dresdner Bank nach der Übernahme der Advance Bank die Gebühren für Wertpapiergeschäfte erhöht habe, ohne ihn darüber zu informieren.

Der ehemalige Bundesrichter Bundschuh entschied zugunsten des Betroffenen, weil die Dresdner Bank in ihrem Begrüßungsbrief an die Advance-Bank-Kunden „nicht den geringsten Hinweis“ gegeben habe, „dass die Provisionen im Wertpapiergeschäft für die Kunden der Advance Bank erhöht werden“ (Az. B 233/04).

Tipp: Fordern auch Sie von der Dresdner Bank Geld zurück, wenn Sie nach der Übernahme höhere Gebühren zahlen mussten. Beschweren Sie sich beim Ombudsmann, wenn die Bank auf die Forderung nicht eingeht (Tel. 0 30/1 66 30; www.bdb.de).

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