Adoptions­kosten Meldung

Eltern, die ein Kind adoptiert haben, sollten ihre Kosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Der VI. Senat des Bundes­finanzhofs (BFH) möchte die Adoptions­kosten erst­malig anerkennen. Dies wider­spricht der bisherigen BFH-Recht­sprechung. Deshalb hat der VI. Senat des BFH die Rechts­frage dem Großen Senat vorgelegt (Az. VI R 60/11).

Geklagt hat ein Ehepaar aus Baden-Württem­berg, das keine Kinder bekommen kann. Eine künst­liche Befruchtung lehnt das Paar aus ethischen und gesundheitlichen Gründen ab. Deshalb adoptierten die beiden ein Kind aus Äthiopien und machten 8 500 Euro Kosten geltend. Nach Abzug der „zumut­baren Belastung“, deren Höhe abhängig vom Familien­stand und den Einkünften im Jahr ist, bleiben 393 Euro. Diese muss das Finanz­amt nach Ansicht des VI. Senats vom steuer­pflichtigen Einkommen abziehen.

Tipp: Erkennt das Finanz­amt Ihre Kosten nicht an, sollten Sie Einspruch einlegen und auf das Verfahren verweisen.

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