Laut Financial Times Deutsch­land (FTD) steht AdmiralDirekt.de vor dem Ende. Hinter dem Angebot steht ein britischer Versicherer. Laut FTD macht er mit den gut 30 000 Kunden in Deutsch­land hohe Verluste und will sich zurück­ziehen. test.de erklärt, was Betroffene tun können.

Unternehmen schweigt

Was genau die britische Admiral-Group PLC mit ihrer deutschen Nieder­lassung vorhat, ist unklar. Zum Bericht der FTD gabs bis jetzt noch keine genaue Stellung­nahme. Angeblich sucht das Unternehmen nach einem Käufer für den Bestand an Kunden in Deutsch­land. Die Ausgaben im vergangenen Jahr hätten die Beitrags­einnamen um weit mehr als das Doppelte über­stiegen.

Kaum Insolvenzrisiko

Gut für Admiral-Kunden: Eine Insolvenz - wie jüngst beim Versicherer hinter Ineas- und Ladycaronline-Angeboten - ist kaum zu befürchten. Die 32 000 Admiral-Kunden in Deutsch­land haben den gleichen Vertrags­partner wie gut zwei Millionen weitere Kunden in Europa. Vor allem in Groß­britannien gehen die Geschäfte offen­bar deutlich besser. Laut FTD erwirt­schaftete der Admiral-Konzern insgesamt 2009 einen Rekord­gewinn von umge­rechnet knapp 250 Millionen Euro.

Suche nach Alternativen

Betroffene können sich in aller Ruhe auf die Suche nach einer neuen Versicherung machen. Die nächste Chance für den Wechsel: Bis Ende November können fast alle Auto­fahrer ihre Auto­versicherungs­verträge kündigen und sich zum 1. Januar 2011 eine neue Versicherung suchen. Wichtig dabei: Nicht nur der Preis entscheidet. Auch die Leistung muss stimmen. Der Finanztest Kfz-Versicherungsvergleich hilft Ihnen, passende und güns­tige Angebote zu finden.

[Update 15.10.2010] Inzwischen hat die Admiral Group PLC Stellung genommen und die Pressebe­richte als Spekulation bezeichnet. Das Unternehmen prüfe verschiedene Optionen und habe noch nichts entschieden.

[Update 10.12.2010] Jetzt prüfen die Itzehoer Versicherungen eine Über­nahme der deutschen Nieder­lassung des britischen Direkt­versicherers Admiral in Köln. Nach ersten positiven Erfahrungen mit dem Online-Vertrieb von Motor­radversicherungen mit der Marke “itzDirect24” plant das Unternehmen den weiteren Ausbau dieses Vertriebs­weges. “Die Über­nahme von AdmiralDirekt.de würde uns einen umge­henden Aufbau eines eigen­ständigen und effizienten Online-Vertriebs für Kfz-Versicherungen ermöglichen”, so Itzehoer-Vorstands­vorsitzender Wolfgang Bitter.

Dieser Artikel ist hilfreich. 814 Nutzer finden das hilfreich.