Acrylamid in Lebens­mitteln Neue Regeln für Gast­wirte und Bäcker

Acrylamid in Lebens­mitteln - Neue Regeln für Gast­wirte und Bäcker
Nicht zu stark frittieren. Das gilt auch für Pommes. © Fotolia / ExQuisine

Eine neue EU-Verordnung soll ab April Verbraucher vor dem Schad­stoff Acrylamid schützen: Bäckereien, Gastronomen und Industrie müssen strengere Vorschriften beachten, wenn sie Lebens­mittel wie Kekse, Brot oder Pommes frites herstellen. Acrylamid gilt als wahr­scheinlich Krebs erzeugend. Es entsteht vor allem beim Backen, Braten und Frittieren stärkehaltiger Lebens­mittel.

Pommes nur noch aus zucker­armen Sorten

So dürfen etwa Pommes frites aus frischen Kartoffeln nur noch aus zucker­armen Sorten hergestellt werden. Auf Tiefkühl­produkten müssen genauere Zubereitungs­anweisungen stehen – etwa zu Temperatur und Bräunungs­grad. Bäcker müssen allzu dunkle Brotkrusten vermeiden.

Acrylamidfunde in Unter­suchungen der Stiftung Warentest

Auch in unseren Tests analysieren wir den Acrylamid-Gehalt: So enthielten 3 von 15 Gemüsechips-Mischungen bedenk­liche Mengen; in Laugenbrezeln war Acrylamid kein Problem.

Tipp: Backen, braten und toasten Sie mit nied­riger Temperatur. Essen Sie stark geröstete, dunkle Speisen nicht mehr.

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