Die Witwe eines im April 2008 verstorbenen Mannes hat gute Chancen auf Schmerzens­geld und Schaden­ersatz wegen ärzt­licher Behand­lungs­fehler. Das Ober­landes­gericht Celle muss sich erneut mit dem Tod ihres Ehemannes befassen (Az. VI ZR 67/15), so der Bundes­gerichts­hof. Der 1932 Geborene war schwer krank und hatte unter anderem einen Herz­infarkt und eine Bypass-Operation, später Blut­hoch­druck, Fett­stoff­wechsel­störungen und Leberschaden.

Im November 2007 geriet er in Atemnot. Der Arzt nahm ihn wegen Infarkt­verdachts ins Kranken­haus. Eine Herz­katheter­unter­suchung unterblieb aber. Statt­dessen bekam er ein Medikament zur Blut­verdünnung. Erst eine Herz­katheter­unter­suchung im April 2008 offen­barte eine schwere Herz­klappen­schwäche. Wenige Tage später starb er. Der Mann hätte 2007 sofort operiert werden müssen. Das Land­gericht Stade und das Ober­landes­gericht Celle hatten die Schaden­ersatz­klage der Witwe abge­wiesen.

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