Der Vertrieb der Abtreibungspille Mifegyne soll zum Jahresende eingestellt werden. Das Unternehmen Femagen begründet seine Entscheidung mit der geringen Anzahl der Verordnungen und dem in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen Sondervertriebsweg ­ Mifegyne darf nur an Kliniken und Gynäkologen abgegeben werden.

Die Methode wird nur bei etwa drei Prozent der Abtreibungen angewandt. Seit Zulassung im November 1999 setzte die Vertriebsfirma etwa 500 bis 600 Packungen monatlich ab. Nach Aussagen von Ärzten ist das Honorar, das sie für die aufwendige Betreuung der Patientinnen an mindestens drei Tagen erhalten, bei weitem nicht kostendeckend.

Möglicherweise kann Mifegyne in Zukunft direkt vom französischen Hersteller bezogen werden. Die Pille ist derzeit unter anderem in Frankreich, Österreich, der Schweiz, in den Niederlanden, Schweden und Großbritannien im Handel. In den USA ist die Abtreibungspille seit kurzem zugelassen.

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