Abstimmung über neues Bio-Logo der EU Meldung

Ab Juli kommenden Jahres werden Bioprodukte in der Europäischen Union einheitlich mit einem neuen Logo gekennzeichnet. Verbraucher können jetzt im Internet über das neue Logo abstimmen. Drei Entwürfe stehen zur Auswahl. Sie sind die „Finalisten“ des EU-Bio-Logo-Wettbewerbs, an dem mehr als 3 400 Designstudenten teilnahmen. test.de informiert

Designwettbewerb für neues Bio-Siegel

Der erste Entwurf für ein einheitliches EU-Biosiegel wurde verworfen, weil er zu große Ähnlichkeit mit einer Discounterkette aufwies. Daraufhin startete die EU einen Wettbewerb, an dem mehr als 3 400 Design- und Kunststudenten aus den EU-Mitgliedsländern teilnahmen. Vorgaben für das EU-Bio-Logo: Es soll leicht erkennbar und mit der EU sowie dem biologischen Landbau assoziierbar sein. Worte oder Buchstaben soll es nicht enthalten. Nun stehen drei Entwürfe als Finalisten fest. Bis zum 31. Januar kommenden Jahres können Verbraucher abstimmen, welcher Entwurf das neue EU-Bio-Logo werden soll.
... zur Abstimmung über das neue EU-Bio-Logo

Ab Juli 2010

Ab Juli 2010 wird das neue EU-Bio-Logo verpflichtend sein für alle verpackten Nahrungsmittel aus ökologisch und biologisch kontrollierter Herstellung, die aus den 27 EU-Mitgliedstaaten stammen. Neben dem neuen Prüfsiegel muss auch die Herkunft der angebauten Inhaltsstoffe und die Kennummer der zertifizierenden Behörde aus der Kennzeichnung ersichtlich sein. Bei Erzeugnissen, die das Bio-Logo tragen, stammen mindestens 95 Prozent der landwirtschaftlich erzeugten Inhaltsstoffe aus biologischer Produktion. Gentechnisch veränderte Organismen sind tabu. Außerdem dürfen die Bio-Landwirte keine chemisch synthetischen Pflanzenschutzmittel und synthetischen Düngemittel verwenden. Antibiotika für Tiere, Lebensmittelzusatzstoffe und auch andere Zusatzstoffe dürfen nur äußerst eingeschränkt zum Einsatz kommen. Tiere müssen in der biologischen Landwirtschaft artgerecht gehalten werden.
Tipp: Detaillierte Informationen zur biologisch/ökologischen Landwirtschaft und die entsprechende Gesetzgebung in der EU liefert die Europäische Kommission.

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