Abstands­warner im Auto Fahrer darf nicht auf Auto­matik vertrauen

24.04.2019
Abstands­warner im Auto - Fahrer darf nicht auf Auto­matik vertrauen
Genug Abstand. Auto­fahrer müssen selbst darauf achten. © Fotolia / Ralf Geithe

Wer zu dicht auffährt, kann sich nicht damit heraus­reden, dass der auto­matische Abstands­warner des Wagens nicht gepiept hat. Ein Auto­fahrer wehrte sich gegen eine Geldbuße von 240 Euro und ein einmonatiges Fahr­verbot. Die Polizei hatte ihn erwischt, als er auf der Auto­bahn in der Nähe von München mit 132 Stundenkilo­metern nur 14 Meter Abstand zum Fahr­zeug vor ihm hielt. Das sei ein Augen­blicks­versagen gewesen, argumentierte der Mann. Er habe auf den Abstands­warner vertraut, der Teil eines Fahrassistenz­systems in seinem Pkw ist.

Doch ein solch blindes Vertrauen in eine – eventuell sogar deaktivierte – Auto­matik­funk­tion sei mit den Pflichten eines Fahr­zeug­führers nicht einmal im Ansatz zu vereinbaren, urteilte das Ober­landes­gericht Bamberg. Der Mann habe die Verkehrs­situation mit eigenen Augen erkennen können und müssen (Az. 3 Ss OWi 1480/18).

24.04.2019
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