Abschleppen Meldung

Dubiose Abschleppdienste kassieren viel zu hohe Kosten von Falschparkern vor Supermärkten.

Überhöht: Vor dem Supermarkt abgeschleppt? Zunehmend beschweren sich Autofahrer darüber – und über zu hohe Rechnungen. Ein Hamburger zum Beispiel sollte 250 Euro zahlen. Das ist eindeutig zu viel, fand das Landgericht Hamburg: 120 Euro seien angemessen, plus 10 Euro pro Tag fürs Verwahren des Autos (Landgericht Hamburg, Az. 320 S 100/07).

Lukrativ: Viele Abschleppfirmen lassen sich von Einkaufszentren Pauschalaufträge geben. Sie können die Parkplätze dann in Eigenregie kontrollieren und Autos abschleppen, wenn jemand dort über die übliche Einkaufszeit hinaus parkt. Für sie ist das ein lukratives Geschäft. Mitunter halten sich die Aufpasser unauffällig in der Nähe des Parkplatzes oder in Nachbargebäuden auf, wo sie Fotos der Autos mit Uhrzeit machen.

Abgezockt: „Oft werden Autofahrer einfach abgezockt“, beobachtet ADAC-Juristin Susanne Sabielny. „Die Firmen werden immer dreister, manche verlangen sogar 300 Euro.“ Das seien klar überhöhte Beträge. Beim Eintreiben des Geldes gehen einige Firmen sehr aggressiv vor und versuchen Autofahrer einzuschüchtern.

Angemessen: Einige Abschleppfirmen kassieren zusätzlich weitere Kosten, zum Beispiel für Personal, Beweissicherung oder Fotos. Das ist nicht erlaubt, solche Arbeiten dürfen nicht extra berechnet werden.
Tipp: Zahlen Sie nur das, was angemessen ist. Also etwa 120 Euro fürs Abschleppen und etwa 10 Euro Standgebühr pro Tag. Und meiden Sie den betreffenden Supermarkt in Zukunft bei Ihren Einkäufen.

Polizei: Teurer wird es aber, wenn die Polizei abschleppt. Dann kommen Verwarnungsgeld und Gebühren hinzu und 200 Euro sind schnell erreicht.

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