Geklickt heißt bestellt: Wer übers Internet eine Zeitschrift abonniert, kann sich später nicht aus dem Vertrag herauswinden, weil er kein schriftliches Angebot bekommen habe. Das entschied jetzt das Oberlandesgericht München.

Es wies damit eine Klage des Verbraucherschutzvereins (VSV) zurück, der versucht hatte, den Burda-Verlag am Vertrieb seiner Zeitschriften übers Internet zu hindern (Az. 29 U 4113/00, nicht rechtskräftig). Denn Burda hatte alles richtig gemacht, was nach dem Verbraucherkreditgesetz und dem Fernabsatzgesetz für den Onlinehandel vorgeschrieben ist. Die Kunden erfuhren auf der Homepage alle wesentlichen Bedingungen wie Abopreis, Lieferzeitraum und Versandkosten. Es reicht, so das Gericht, wenn Kunden sich diese Infos herunterladen und ausdrucken können.

Tipp: Wie bei einem "normalen" Zeitschriften-Abonnement gilt auch für die Onlinebestellung ein Widerrufsrecht innerhalb der ersten 14 Tage.

Dieser Artikel ist hilfreich. 109 Nutzer finden das hilfreich.