Nun geht es den Abofallen auch strafrecht­lich an den Kragen. Vor dem Land­gericht Hamburg müssen sich acht Angeklagte wegen gewerbs- und banden­mäßigen Betrugs verantworten. Der Vorwurf: Sie haben Software angeboten, die es im Internet über­all gratis gibt, allerdings gegen Geld, und den Hinweis auf den Preis sowie auf ein 12-Monats-Abonnement so gut versteckt, dass viele Kunden das über­sahen. Ein mitangeklagter Rechts­anwalt verschickte „Anwalt­liche Zahlungs­aufforderungen“ an die Opfer. 68 852 Surfer zahlten aus Angst. Die Fallen­steller erbeuteten auf diese Weise 5,3 Millionen Euro.

Tipp: Wer in eine Abofalle getappt ist, braucht meist nicht zu zahlen. Die Betreiber drohen zwar, klagen aber fast nie. Falls doch, urteilen die Gerichte in aller Regel gegen sie. Eine Über­sicht von Abofallen sowie Muster­briefe und Tipps bietet die Verbraucherzentrale Hamburg: www.vzhh.de, Such­wort „Abofallen“.

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