Für Zeitschriftenabonnements ist keine Unterschrift des Kunden erforderlich. Mit diesem Urteil lässt der Bundesge­richtshof Verbraucher im Regen stehen, die sich am Telefon einen Vertrag aufschwatzen ließen. Liegt der Wert aller Abo-Zahlungen unter 200 Euro, gibt es kein Widerrufsrecht – anders als sonst im Fernabsatz (Az. I ZR 90/01).

Besonders schlimm: Behaupten kriminelle Drücker einfach, der Kunde habe am Telefon dem Abonnement zugestimmt, obwohl er ausdrücklich abgelehnt hatte, kann er nicht mehr mittels Widerruf bequem aus dem Vertrag heraus.

„Dem Verbraucher bleibt aber noch die Anfechtung“, erklärt Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg: „Meist klappt das aber erst, wenn die Betroffenen sich an eine Verbraucherzentrale wenden.“ Die Juristin empfiehlt, Betrugsanzeige zu erstatten.

Wichtig: Geben Sie nie am Telefon Ihre Kontoverbindung preis.

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