Die Abmahnungen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) gegen zehn Banken mit unklaren Klauseln zu Dispozinsen zeigen bisher kaum Wirkung. Der vzbv hat Klauseln angegriffen, in denen undurchsichtig formuliert ist, nach welchen Regeln die Banken Dispozinsen erhöhen oder senken.

Ein Vierteljahr nach der Abmahnung hat nur eine Bank, die PSD Bank Hessen-Thüringen, eine Unterlassungserklärung abgegeben. Zwei Banken – die ING-Diba und die Sparda-Bank Süd-West – haben immerhin angekündigt, ihre Zinsanpassungsklausel zu überprüfen.

Einige der Banken, die nicht reagiert haben, begründen ihr Verhalten damit, dass in einem Verfahren der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gegen die Sparda-Bank Münster in einem vergleichbaren Fall die Urteilsbegründung immer noch aussteht.

Tipp: Verbraucherfreundlich sind Regeln, in denen formuliert ist, dass der Dispozins um ebenso viele Prozentpunkte sinkt oder steigt, wie sich sein entsprechender Bezugszins verändert hat (siehe „Dispozinsen“ aus Finanztest 03/2011).

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