Abgeltungsteuer Meldung

Ab dem 1. Januar 2009 soll für Sparer und Anleger ein neues Steuergesetz gelten: Auf Kapitalerträge oberhalb der steuerfreien Grenze für Sparer und auf Gewinne aus Wertpapierverkäufen werden danach 25 Prozent Abgeltungsteuer fällig. Dazu kommen Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Den Gesetzentwurf hat die große Koalition Anfang Februar vorgestellt. Vorgesehen sind unter anderem diese Änderungen:

  • 25 Prozent Steuer: Künftig werden die Zinsen, Dividenden und anderen Kapitaleinnahmen einheitlich mit 25 Prozent versteuert, nachdem der Freibetrag von 801 Euro für Alleinstehende (750 Euro Sparerfreibetrag plus 51 Euro Werbungskostenpauschbetrag) und 1 602 Euro für Ehepaare abgezogen wurde. Höhere Werbungskosten können nicht geltend gemacht werden. Die Banken sollen die Steuer direkt an das Finanzamt überweisen.
  • Dividende: Ab 2009 zählen Dividenden beim Finanzamt in voller Höhe. Bis dahin sind sie durch das Halbeinkünfteverfahren zur Hälfte steuerfrei.
  • Wertpapierverkauf: Für Aktien und Fonds, die Anleger nach dem 31. Dezember 2008 kaufen, wird die einjährige Spekulationsfrist abgeschafft. Auf Verkaufserlöse werden dann 25 Prozent Steuer fällig.
    Verkaufsgewinne für Papiere, die Anleger vor dem Stichtag gekauft haben, bleiben nach der alten Regel steuerfrei, wenn sie länger als ein Jahr im Depot waren.
  • Steuererklärung: Steuerzahler, ­deren persönlicher Steuersatz unter 25 Prozent liegt, können sich die zu viel gezahlten Abgaben über die Steuererklärung zurückholen.

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