Checkliste

Anleger sollten sich vor 2009 einen Überblick über ihre Steuersituation und ihre Geldanlagen verschaffen.

  • Abgeltungsteuer. Ab 1. Januar 2009 fallen auf Kapitalerträge wie Zinsen, Kursgewinne und Dividenden, die über dem Sparerpauschbetrag von 801 / 1 602 Euro im Jahr (Alleinstehende / Ehepaare) liegen, pauschal 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Die Bank überweist die Steuern an das Finanzamt.
  • Freistellungsauftrag. Wer Freistellungs­aufträge gestellt hat und diese nicht überschreitet, zahlt keine Abgeltungsteuer. War der Freistellungsauftrag zu niedrig angesetzt, kann sich der Anleger zu viel gezahlte Steuern über die Steuererklärung erstatten lassen.
  • Nichtveranlagungsbescheinigung. Menschen mit geringem Einkommen können eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV) vom Finanzamt bekommen. Das Formular legen sie ihrer Bank vor, um für drei Jahre von der Steuer befreit zu sein. Die Bescheinigung gibt es für minderjährige Kinder und Studenten ohne weitere Einkünfte, wenn ihre Kapitaleinnahmen maximal 8 501 Euro betragen. Rentner können sie bekommen, wenn ihr Einkommen nicht mehr als 7 664 Euro beträgt.
  • Steuersatz. Anleger, denen die Bank Abgeltungsteuer abzieht und deren persönlicher Steuersatz unter 25 Prozent liegt, sollten 2010 eine Steuererklärung für 2009 abgeben. So können sie sich die Differenz zwischen ihrem persönlichem Satz und 25 Prozent zurückholen. Der Steuersatz von 25 Prozent ist bei einem zu versteuernden Einkommen von etwa 15 000 Euro pro Jahr für Alleinstehende und 30 000 Euro für Ehepaare erreicht. Anhaltspunkt ist das zu versteuernde Einkommen, das am Ende des Steuerbescheids für das Vorjahr steht.
  • Altersentlastungsbetrag. Anleger, die am 1. Januar 2009 mindestens 64 Jahre alt sind, können sich selbst bei Steuersätzen über 25 Prozent Geld über die Steuererklärung zurückholen. Der Altersentlastungsbetrag stellt den steuerpflichtigen Bruttoarbeitslohn und Nebeneinkünfte aus Zinsen und Mieten älterer Steuerzahler zum Teil steuerfrei (siehe Meldung Abgeltungssteuer (12/2007)).
  • Zinsen. Für Zinssparer mit einem Steuersatz über 25 Prozent, die den Sparerpauschbetrag überschreiten, ist die neue Steuer ein Gewinn. Sie zahlen ab 2009 maximal 25 Prozent.
  • Wertpapiere. Kursgewinne für vor 2009 gekaufte Papiere sind auch nach 2009 steuerfrei, wenn die Papiere mindestens ein Jahr gehalten werden. Ausnahmen gibt es für Zertifikate.
  • Geldanlagen. Wie die neue Steuer sich auf beliebte Geldanlagen auswirkt, steht in der Meldung Abgeltungssteuer (8/2007) und unter www.test.de/abgeltungsteuer.

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