Abgeltungsteuer Meldung

Finanzminister Peer Steinbrück muss mit der Abgeltungsteuer noch durch den Bundesrat.

Der Bundestag hat die Abgeltungsteuer beschlossen. Von 2009 an müssen Anleger auf Kursgewinne 25 Prozent Abgeltungsteuer zahlen, zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, wenn sie oberhalb des Sparerpauschbetrags von 801 Euro pro Person liegen. Die neue Steuer fällt in diesem Fall auch auf Zinsen und Dividenden an.

Wer einen niedrigeren Steuer­satz hat, kann sich das zu viel gezahlte Geld vom Finanzamt zurückholen. Nachteile bringt die neue Steuer vor allem für Fondssparer, die langfristig fürs Alter sparen.

Kursgewinne aus Geldanlagen, die vor dem 1. Januar 2009 gekauft wurden, bleiben von der Abgeltungsteuer verschont.

Zertifikate. Der Bestandsschutz soll nicht für Zertifikate gelten, die seit dem 15. März 2007 gekauft wurden. Sie unterliegen nach einer kurzen Übergangsfrist bis 30. Juni 2009 der Abgeltungsteuer. Es heißt, die Politiker hätten befürchtet, dass die Branche eine Art Dachzertifikate auflegen könnte, die unbegrenzt laufen und einen beliebigen Austausch der Basiswerte ermöglichen, um so die Abgeltungsteuer zu umgehen.

Zinsanlagen. Vorteile bringt die neue Steuer Zinssparern mit hohem Steuersatz. Sie bekommen künftig eine höhere Nachsteuerrendite. Wer jetzt anlegt, kauft am besten abgezinste Papiere und verlagert seine Zinseinkünfte ins Jahr 2009.

Lebensversicherung. Wer eine Lebensversicherung verkauft oder kündigt, zahlt ab 2009 auf seinen Gewinn 25 Prozent Abgeltungsteuer. Für eine vor 2005 geschlossene Police gilt das aber nur, wenn sie beim Verkauf noch keine zwölf Jahre lief. Bisher ist der Verkauf in diesem Fall steuerfrei. Nur wenn der Kunde den Versicherungsvertrag kündigt, muss er zurzeit auf den Rückkaufswert Kapitalertragsteuer zahlen.

Der Bundesrat soll das Gesetz noch vor der Sommerpause verabschieden.

Tipp: Überblick über die Folgen der Abgeltungsteuer für Ihre Geldanlagen: siehe Abgeltungsteuer.

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