Steuern für die beliebtesten Geldanlagen

Geldanlage

Diese Einnahmen erzielen Anleger

So versteuern Anleger die Einnahmen aus ihrer Geldanlage1

Plus oder Minus ab 2009

Zinsen

Divi-
denden

Kurs-
gewinne

Andere
Erträge

Bis Ende 2008

Ab 2009

Geldanlage

Diese Einnahmen erzielen Anleger

So versteuern Anleger die Einnahmen aus ihrer Geldanlage1

Plus oder Minus ab 2009

Zinsen

Divi-
denden

Kurs-
gewinne

Andere
Erträge

Bis Ende 2008

Ab 2009

Spar-, Sicht- und Termineinlagen

Sparbuch,
Sparbriefe,
Bundesschatzbriefe,
Finanzierungs-
schätze,
Festgeld,
Tagesgeld,
Bausparen

x

Zinsen sind voll steuerpflichtig. Anleger zahlen dafür je nach ihrem persönlichen Grenzsteuersatz 15 bis 45 Prozent Steuern 2.

Zinsen sind voll steuerpflichtig. Anleger zahlen dafür 25 Prozent Abgeltungssteuer 3. Ist ihr Grenzsteuersatz niedriger als 25 Prozent, können sie die Differenz über die Steuererklärung zurückbekommen.

Plus. Zinseinkünfte aus Spar-, Sicht- und Termineinlagen sind ab 2009 für alle Anleger steuerlich günstiger, deren Grenzsteuersatz über 25 Prozent liegt.

Publikumsfonds

Geldmarktfonds

x

x

Zinsen und bei Immobilienfonds auch Mieteinnahmen nach Abzug der Abschreibungen sind voll steuerpflichtig.

Dividenden sind zur Hälfte steuerpflichtig. Anleger zahlen für ihre Zinsen und die Hälfte ihrer Dividenden je nach Grenzsteuersatz 15 bis 45 Prozent Steuern 2.

Kursgewinne müssen Anleger je nach Grenzsteuersatz mit 15 bis 45 Prozent versteuern, wenn zwischen dem Kauf und Verkauf der Papiere weniger als ein Jahr oder dem Verkauf von Immobilien weniger als zehn Jahre liegen und die Freigrenze von 512 Euro im Jahr für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften erreicht ist. Kursgewinne für Papiere, die frühestens nach einem Jahr verkauft werden, sind steuerfrei.

Zinsen, Dividenden4 und Kursgewinne sind voll steuerpflichtig. Anleger zahlen dafür 25 Prozent Abgeltungsteuer 3. Ist ihr Grenzsteuersatz niedriger als 25 Prozent, können sie die Differenz über die Steuererklärung zurückbekommen. Bei Immobilienfonds ist die Abgeltungsteuer auch für Mieteinnahmen nach Abzug der Abschreibungen fällig und für Veräußerungsgewinne, wenn zwischen dem Kauf und Verkauf von Immobilien weniger als zehn Jahre liegen.

Plus. Renten-, Geldmarkt-, AS-Fonds, Dach- oder Mischfonds mit Schwerpunkt auf Zinspapieren und offene Immobilienfonds sind ab 2009 für alle Anleger steuerlich günstiger, deren Grenzsteuersatz über 25 Prozent liegt.

Minus. Investitionen in Aktienfonds, steueroptimierte Rentenfonds, Dach-, Mischfonds, Hedgefonds und Exchange Traded Funds mit Anlageschwerpunkt Aktien sind für Anleger ab 2009 steuerlich ungünstiger als früher, weil Kursgewinne immer steuerpflichtig sind.

Steueroptimierte Rentenfonds

x

x

Rentenfonds

x

x

Aktienfonds

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x

Mischfonds

x

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x

AS-Fonds

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x

x

Dachfonds

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x

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Exchange Traded Funds

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x

x

Hedgefonds

x

x

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Offene Immobilienfonds

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Geschlossene Fonds

Private-Equity-Fonds

x

Veräußerungsgewinne aus vermögensverwaltenden Fonds, die auf Firmenbeteiligungen setzen, müssen Anleger je nach Grenzsteuersatz mit 15 bis 45 Prozent versteuern, wenn zwischen dem Kauf und Verkauf der Papiere weniger als ein Jahr liegt und die Freigrenze von 512 Euro im Jahr für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften erreicht ist. Gewinne für Papiere, die frühestens nach einem Jahr verkauft werden, sind steuerfrei.

Veräußerungsgewinne aus gewerblichen Fonds, die auf Firmenbeteiligen setzen, müssen Anleger als gewerbliche Einkünfte versteuern.

Veräußerungsgewinne aus vermögensverwaltenden Fonds sind voll steuerpflichtig. Anleger zahlen dafür 25 Prozent Abgeltungsteuer 3. Ist ihr Grenzsteuersatz niedriger als 25 Prozent, können sie die Differenz über die Steuererklärung zurückbekommen.

Veräußerungsgewinne aus gewerblichen Fonds werden weiter besteuert wie zuvor.

Minus. Investitionen in vermögensverwaltende Private-Equity-Fonds sind für Anleger ab 2009 steuerlich ungünstiger als früher, weil Kursgewinne immer steuerpflichtig sind.

Festverzinsliche Wertpapiere

Inhaber-
schuld-
verschreibungen

x

x

Zinsen sind voll steuerpflichtig. Anleger zahlen dafür je nach persönlichem Grenzsteuersatz 15 bis 45 Prozent Steuern 2. Auch Kursgewinne, die Finanzinnovationen wie Aktien-, Umtausch- und Null-Kupon-Anleihen bringen, sind als Zinsen zu versteuern. Wenn Anleger sie verkaufen oder einlösen, ist die Rendite steuerpflichtig, die bei der Emission versprochen wurde und am Ende mit Sicherheit erzielt wird (Emissionsrendite). Kann sie nicht nachgewiesen werden, nimmt das Finanzamt die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs (Marktrendite).

Zinsen, Kurs- und ab 2009 auch die darin enthaltenen Währungsgewinne sind voll steuerpflichtig. Anleger zahlen dafür 25 Prozent Abgeltungsteuer 3. Ist ihr Grenzsteuersatz niedriger als 25 Prozent, können sie die Differenz über die Steuererklärung zurückbekommen.

Plus. Inhaberschuld­verschreibungen, Obligationen, Pfandbriefe, Staats- und Industrieanleihen bringen hauptsächlich Zinsen. Die sind ab 2009 für alle Anleger steuerlich günstiger, deren Grenzsteuersatz über 25 Prozent liegt. Sie schneiden auch mit Finanzinnovationen wie Aktien-, Umtausch- und Null-Kupon-Anleihen besser ab.

Staats-, Industrie-
anleihen

x

x

Pfandbriefe

x

x

Kommunal-, Bundesobligationen

x

x

Aktienanleihen

x

x

Darin enthaltene Kursgewinne sind auch nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist zu versteuern.

Kursgewinne aus den Wertpapieren, die keine Finanzinnovationen sind, müssen Anleger je nach Grenzsteuersatz mit 15 bis 45 Prozent versteuern, wenn zwischen dem Kauf und Verkauf der Papiere weniger als ein Jahr liegt und die Freigrenze von 512 Euro im Jahr für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften erreicht ist. Gewinne aus Papieren, die frühestens nach einem Jahr verkauft werden, sind steuerfrei.

Minus. Mit Wandelanleihen setzen Anleger ausnahmsweise auf Kursgewinne. Investitionen sind ab 2009 steuerlich ungünstiger als früher, weil Kursgewinne ab 2009 immer steuerpflichtig sind.

Wandelanleihen

x

x

Umtauschanleihen

x

x

Null-Kupon-Anleihen
(Zerobonds)

x

Floater

x

x

Aktien und ähnliche Wertpapiere

Inländische und ausländische Aktien

x

x

Dividenden sind zur Hälfte steuerpflichtig. Anleger zahlen dafür je nach persönlichem Grenzsteuersatz 15 bis 45 Prozent Steuern 2.

Kursgewinne sind zur Hälfte steuerpflichtig. Anleger müssen die Hälfte je nach persönlichem Grenzsteuersatz mit 15 bis 45 Prozent versteuern, wenn zwischen dem Kauf und Verkauf der Papiere weniger als ein Jahr liegt und die Freigrenze von 512 Euro im Jahr für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften erreicht ist. Kursgewinne für Papiere, die frühestens nach einem Jahr verkauft werden, sind steuerfrei.

Dividenden4, Kursgewinne und Ausschüttungen sind voll steuerpflichtig. Anleger zahlen dafür 25 Prozent Abgeltungsteuer 3. Ist ihr Grenzsteuersatz niedriger als 25 Prozent, können sie die Differenz über die Steuererklärung zurückbekommen.

Plus. Wertpapiere wie Genussscheine, Reits- und Genossenschaftsanteile bringen hohe laufende Erträge. Die sind ab 2009 für alle Anleger steuerlich günstiger, deren persönlicher Grenzsteuersatz über 25 Prozent liegt.

Minus. Investitionen in Aktien, Genussscheine und Reits haben für Anleger ab 2009 den Nachteil, dass Kursgewinne immer steuerpflichtig sind.

Genussscheine

x

x

Ausschüttungen sind Zinsen, für die Anleger je nach persönlichem Grenzsteuersatz 15 bis 45 Prozent Steuern zahlen 2.

Kursgewinne müssen Anleger wie die aus Aktien versteuern, aber in voller Höhe (siehe oben).

Reits
(ab 2007 auf dem Markt)

x

x

Dividenden sind voll steuerpflichtig 2.

Kursgewinne müssen Anleger wie oben bei Aktien versteuern, aber in voller Höhe.

Genossenschafts-
anteile

x

Dividenden müssen Anleger wie solche aus Aktien versteuern (siehe oben).

Zertifikate

Index -, Discount-, Bonus-, Sprint-, Express-
zertifikate

x

Kursgewinne müssen Anleger in der Regel je nach persönlichem Grenzsteuersatz mit 15 bis 45 Prozent versteuern, wenn zwischen dem Kauf und Verkauf der Papiere weniger als ein Jahr liegt und die Freigrenze von 512 Euro im Jahr für Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften erreicht ist. Kursgewinne für Papiere, die frühestens nach einem Jahr verkauft werden, sind steuerfrei.

Zinsen und Kursgewinne sind voll steuerpflichtig. Anleger zahlen dafür 25 Prozent Abgeltungsteuer 3. Ist ihr Grenzsteuersatz niedriger als 25 Prozent, können sie die Differenz über die Steuererklärung zurückbekommen.

Plus. Für Kursgewinne aus Garantie- und Indexzertifikaten auf den Rentenindex Rex, die Finanzinnovationen sind, zahlen alle Anleger ab 2009 weniger Steuern, deren Grenzsteuersatz über 25 Prozent liegt.

Minus. Investitionen in Zertifikate, die keine Finanzinnovationen sind, werden für Anleger ungünstiger als früher, weil sie Kursgewinne immer versteuern müssen.

Garantie- zertifikate, Rex-Zertifikate

x

Zinsen. Kursgewinne aus Garantie- und Index-zertifikaten auf den Rentenindex Rex sind wie bei Aktien-, Umtausch-, Null-Kupon-Anleihen und anderen Finanzinnovationen ausnahmsweise voll als Zinsen steuerpflichtig 2 (siehe „Festverzinsliche Wertpapiere“).

    • 1 Die Steuersätze in der Tabelle erhöhen sich noch um 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls um 8 oder 9 Prozent Kirchensteuer.
    • 2 Vorher gehen von Zinsen, der Hälfte der (bei Reits: den vollen) Dividenden und den Mieten aus offenen Immobilienfonds der Sparerfreibetrag von 750/1 500 Euro und die Werbungskostenpauschale von 51/102 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) im Jahr ab. Der Nachweis höherer Werbungskosten ist möglich.
    • 3 Ab 2009 geht von Zinsen, Dividenden, Kursgewinnen und Mieten aus offenen Immobilienfonds der Sparerpauschbetrag von 801/1 602 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) im Jahr ab. Der Nachweis höherer Werbungskosten entfällt.
    • 4 Dividenden sind ab 2009 nicht mehr zur Hälfte, sondern voll steuerpflichtig. Ab 2008 sinkt aber die Steuerbelastung für Unternehmen. Dadurch können Anleger ab 2009 höhere Dividenden als 2007 ausgezahlt bekommen.