Abgeltungsteuer: Steuerfreistellung

Frage: Wird es den Freistellungsauftrag auch noch nach Einführung der ­Steuer ­geben?

Finanztest-Antwort: Ja. Anleger können auch 2009 Zinseinnahmen bis zur Höhe von 801 Euro (Ehepaare: 1 602 Euro) ohne Abzug von Steuern kassieren, wenn ihre Bank einen Freistellungsauftrag hat.

Nichtveranlagungsbescheinigung

Frage: Kann ich die Steuer mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung vermeiden?

Finanztest-Antwort: Ja, eine Nichtveranlagungsbescheinigung können aber nur Menschen mit geringem Einkommen vom Finanzamt bekommen. Dazu zählen viele Rentner, Kinder und Studierende. Sie können mit der Bescheinigung sogar deutlich mehr Kapitalerträge steuerfrei kassieren als mit den Freistellungsaufträgen. Das Formular legen Sie Ihrer Bank vor, um für drei Jahre von der ­Steuer befreit zu sein.

Die Bescheinigung gibt es für minderjährige Kinder und Studenten ohne weitere Einkünfte, wenn ihre Kapitaleinnahmen maximal 8 501 Euro im Jahr betragen. Rentner können sie bekommen, wenn ihr Einkommen nach Abzug aller Freibeträge für Rentner nicht mehr als 7 664 Euro beträgt.

Achtung: Auch wenn Sie unter dem steuerfreien Existenzminimum in Höhe von 7 664 Euro im Jahr liegen, muss ­Ihnen das Finanzamt die Nichtveranlagungsbescheinigung nicht geben. Sie sollten es aber versuchen. Antragsformulare gibt es beim Finanzamt oder im Internet.

Geld zurückholen

Frage: Muss ich auch Abgeltungsteuer bezahlen, wenn mein persönlicher Steuersatz unter 25 Prozent liegt?

Finanztest-Antwort: Zunächst ja. Die Bank wird die Ab­geltungsteuer auf alle steuerpflichtigen Kapitalerträge und Kursgewinne abführen, die Sie nicht freigestellt haben.

Die zu viel gezahlte Steuer können Sie sich aber zurückholen, indem Sie Ihre Erträge in der Einkommensteuererklärung angeben. Von der Bank oder der Fondsgesellschaft bekommen Sie eine Bescheinigung über Ihre Erträge.

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